Neue Richt­li­nie des Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung und For­schung zur För­de­rung inno­va­ti­ver KMU zu den The­men „Elek­tronik­sys­teme und Elek­tro­mo­bi­li­tät“ im Rah­men des För­der­pro­gramms „IKT 2020”

Axel Deil­mann
Unter­neh­mens­be­ra­ter

Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung und For­schung (BMBF) ver­folgt das Ziel, das Inno­va­ti­ons­po­ten­tial klei­ner und mitt­le­rer Unter­neh­men (KMU) im Bereich der Spit­zen­for­schung zu stär­ken, sowie die For­schungs­för­de­rung im Rah­men des För­der­pro­gramms “IKT 2020” in den bei­den Gebie­ten Elek­tronik­sys­teme und Elek­tro­mo­bi­li­tät attrak­tiv zu för­dern. Die Bekannt­ma­chung adres­siert inner­halb der bei­den Gebiete Elek­tronik­sys­teme und Elek­tro­mo­bi­li­tät ein brei­tes The­men­spek­trum. KMU sind inner­halb die­ser Berei­che viel­fach erfolg­reich – zum Bei­spiel in der Sen­so­rik, der Akto­rik, der Auf­­­bau- und Ver­bin­dungs­tech­nik, bei Kom­po­nen­ten und in der Sys­tem­in­te­gra­tion. Mit ihrem Bei­trag haben KMU einen ent­schei­den­den Anteil daran, dass Deutsch­land in den Elek­tronik­an­wen­der­bran­chen wie der Indus­trie­au­to­ma­ti­sie­rung, der intel­li­gen­ten Mobi­li­tät, der Medi­zin­tech­nik und der Ener­gie­tech­nik welt­weit wett­be­werbs­fä­hig ist. Wich­tige För­der­kri­te­rien sind Exzel­lenz, Inno­va­ti­ons­grad und die Bedeu­tung des Bei­trags zur Lösung aktu­el­ler gesell­schaft­lich rele­van­ter Fra­ge­stel­lun­gen.

Die För­der­maß­nahme ist Teil der neuen Hig­h­­tech-Stra­­te­­gie „Inno­va­tio­nen für Deutsch­land“ der Bun­des­re­gie­rung www​.high​tech​-stra​te​gie​.de und des Zehn-Punkte-Pro­­­gramms des BMBF für mehr Inno­va­tion in KMU “Vor­fahrt für den Mit­tel­stand”. Sie stärkt die Posi­tion von KMU in Deutsch­land in der Schlüs­sel­tech­no­lo­gie Mikro­elek­tro­nik und soll über KMU-getrie­­bene Inno­va­tio­nen dazu bei­tra­gen, die Rolle Deutsch­lands als Leit­an­bie­ter in der Elek­tro­mo­bi­li­tät aus­zu­bauen.

1. Zuwen­dungs­zweck

KMU bil­den eine tra­gende Säule der deut­schen Wirt­schaft und sind heute in tech­no­lo­gi­schen Wert­schöp­fungs­ket­ten vom Zulie­fe­rer bis zum Sys­tem­her­stel­ler ver­tre­ten. Sie sind oft hoch­spe­zia­li­siert und inter­dis­zi­pli­när ver­netzt, wich­tige Part­ner in Inno­­va­­ti­ons- und Wert­schöp­fungs­ket­ten und somit Trei­ber des tech­ni­schen Fort­schritts.

KMU besit­zen güns­tige Vor­aus­set­zun­gen, um schnell auf tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen und Markt­po­ten­tiale zu reagie­ren und For­schungs­er­geb­nisse in neue Pro­dukte, Pro­zesse oder Dienst­leis­tun­gen umzu­set­zen. Gleich­zei­tig kön­nen gerade KMU von einer Zusam­men­ar­beit mit For­schungs­ein­rich­tun­gen pro­fi­tie­ren, indem sie Zugang zu aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen erhal­ten und diese über Tech­no­lo­gie­trans­fer in ihre eige­nen Akti­vi­tä­ten ein­brin­gen. In der Elek­tro­in­dus­trie wer­den heute typi­scher­weise etwa 10 % des Umsat­zes für For­schung und Ent­wick­lung auf­ge­bracht (ZVEI), in der Mikro­elek­tro­nik liegt die­ser Anteil noch höher. In der Elek­tro­mo­bi­li­tät und der Auto­mo­bil­in­dus­trie ins­ge­samt arbei­ten viele KMU in engen Inno­va­ti­ons­part­ner­schaf­ten, die hohe Anfor­de­run­gen an die Effi­zi­enz und Geschwin­dig­keit von Ent­wick­lungs­pro­zes­sen stel­len.

Daher gilt es, beson­ders inno­va­tive KMU in F&E in den Berei­chen Elek­tronik­sys­teme und Elek­tro­mo­bi­li­tät zu stär­ken. Die Elek­tro­nik ist eine der wich­tigs­ten Schlüs­sel­tech­no­lo­gien für Inno­va­tio­nen und eine Grund­lage der Digi­ta­li­sie­rung unse­rer Gesell­schaft und Wirt­schaft. Die Elek­tro­mo­bi­li­tät lie­fert einen wich­ti­gen Bei­trag zur Redu­zie­rung von Emis­sio­nen und ist dabei gleich­zei­tig ein Wachs­tums­markt von hoher wirt­schaft­li­cher Bedeu­tung.

Ziel die­ser Maß­nahme ist es, inno­va­tive KMU dabei zu unter­stüt­zen, Tech­no­lo­gien, Pro­dukt­lö­sun­gen, Pro­zesse und Dienst­leis­tun­gen in ihrem Unter­neh­men deut­lich über den Stand der Tech­nik hin­aus wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, Inno­va­ti­ons­vor­sprünge zu sichern und Markt­chan­cen in den Berei­chen Elek­tronik­sys­teme und Elek­tro­mo­bi­li­tät zu nut­zen.

Das BMBF unter­stützt mit der För­der­maß­nahme indus­tri­elle For­­schungs- und vor­wett­be­werb­li­che Ent­wick­lungs­vor­ha­ben zur Stär­kung der Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit der KMU in Deutsch­land. Sie sol­len ins­be­son­dere zu mehr Anstren­gun­gen in der F&E ange­regt und bes­ser in die Lage ver­setzt wer­den, auf Ver­än­de­run­gen rasch zu reagie­ren und den erfor­der­li­chen Wan­del aktiv mit­zu­ge­stal­ten. Zuwen­dun­gen des BMBF sol­len inno­va­tive For­schungs­pro­jekte unter­stüt­zen, die ohne För­de­rung nicht durch­ge­führt wer­den könn­ten.

2. Gegen­stand der För­de­rung

Gegen­stand der För­de­rung sind risi­ko­rei­che indus­trie­ge­führte For­­schungs- und vor­wett­be­werb­li­che Ent­wick­lungs­vor­ha­ben in den The­men­fel­dern Elek­tronik­sys­teme und /​​ oder Elek­tro­mo­bi­li­tät, die tech­no­lo­gie­über­grei­fend und anwen­dungs­be­zo­gen sind. Wesent­li­ches Ziel der För­de­rung ist eine Stär­kung der Markt­po­si­tion der betei­lig­ten KMU. Dies soll auch dadurch erreicht wer­den, dass der Trans­fer von For­schungs­er­geb­nis­sen aus dem vor­wett­be­werb­li­chen Bereich in die prak­ti­sche Anwen­dung beschleu­nigt wird.

Es wird ein brei­tes The­men­spek­trum adres­siert. För­de­rung kann für jedes F&E‑Vorhaben mit Schwer­punkt im Bereich der “Elek­tronik­sys­teme” bean­tragt wer­den, das ein im Rah­men­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung für F&E von 2016 bis 2020 „Mikro­elek­tro­nik aus Deutsch­land – Inno­va­ti­ons­trei­ber der Digi­ta­li­sie­rung“ genann­tes Anwen­dungs­feld der (Mikro-)Elektronik adres­siert. Hierzu zäh­len unter ande­rem der Maschi­­nen- und Anla­gen­bau, die Auto­ma­ti­sie­rungs­tech­nik, die Elek­tro­in­dus­trie, die IKT-Wir­t­­schaft, die Medi­zin­tech­nik sowie der Auto­mo­bil­bau inklu­sive des auto­ma­ti­sier­ten Fah­rens. Im The­men­feld Elek­tro­mo­bi­li­tät sind F&E‑Arbeiten in fol­gen­den Berei­chen för­der­fä­hig, sofern sie erheb­li­che Fort­schritte in Leis­tung, Ener­gie­ef­fi­zi­enz, Funk­tio­na­li­tät oder bei der Erspar­nis von Kos­ten ermög­li­chen:

Bei­träge zu neu­ar­ti­gen Fahr­zeug­kon­zep­ten, Antriebs­sys­teme, elek­tro­ni­sche Fahr­zeug­kom­po­nen­ten und ‑sys­teme inklu­sive Leis­tungs­elek­tro­nik sowie funk­ti­ons­in­te­grierte und /​​ oder modu­lare Kom­po­nen­ten für die Elek­tro­mo­bi­li­tät. Sowohl im Bereich Elek­tronik­sys­teme als auch im Bereich Elek­tro­mo­bi­li­tät sind fol­gende Vor­ha­ben för­der­fä­hig:

  • Ein­zel­vor­ha­ben eines KMU sowie
  • Ver­bund­vor­ha­ben zwi­schen einem oder meh­re­ren KMU, Hoch­schu­len, For­schungs­ein­rich­tun­gen und ande­ren Unter­neh­men. Das Vor­ha­ben muß durch ein KMU initi­iert und koor­di­niert wer­den. Ein signi­fi­kan­ter Anteil der För­de­rung soll den betei­lig­ten KMU zugu­te­kom­men, eben­falls der Nut­zen und die Ver­wer­tung. Die Not­wen­dig­keit der Zusam­men­ar­beit im Ver­bund ist in der Pro­jekt­skizze zu erläu­tern.

Ein­­zel- oder Ver­bund­vor­ha­ben ohne Betei­li­gung von KMU sind von der För­de­rung aus­ge­schlos­sen.

3. Zuwen­dungs­emp­fän­ger

Antrags­be­rech­tigt sind:

  1. KMU im Sinne der Defi­ni­tion der Euro­päi­schen Kom­mis­sion mit Sitz, Betriebs­stätte oder Nie­der­las­sung in Deutsch­land.
  2. Mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men mit Sitz, Betriebs­stätte oder Nie­der­las­sung in Deutsch­land, wenn sie ein­schließ­lich ver­bun­de­ner oder Part­ner­un­ter­neh­men zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung eine Größe von 1.000 Mit­ar­bei­tern und einen Jah­res­um­satz von 100 Mil­lio­nen Euro nicht über­schrei­ten.
  3. Im Rah­men von Ver­bund­pro­jek­ten sind auch Hoch­schu­len und außer­uni­ver­si­täre For­schungs­ein­rich­tun­gen antrags­be­rech­tigt. For­schungs­ein­rich­tun­gen, die gemein­sam von Bund und /​​ oder Län­dern grund­fi­nan­ziert wer­den, kann neben ihrer insti­tu­tio­nel­len För­de­rung nur unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen eine Pro­jekt­för­de­rung für ihre zusätz­li­chen pro­jekt­be­ding­ten Aus­ga­ben bezie­hungs­weise Kos­ten bewil­ligt wer­den.

4. Zuwen­dungs­vor­aus­set­zun­gen

Geför­dert wer­den indus­tri­elle For­­schungs- und vor­wett­be­werb­li­che Ent­wick­lungs­vor­ha­ben, die gekenn­zeich­net sind durch ein hohes wis­­sen­­schaf­t­­lich-tech­­ni­­sches sowie wirt­schaft­li­ches Risiko und den Stand der Tech­nik deut­lich über­tref­fen. In den Vor­ha­ben muß min­des­tens einer der in Num­mer 2 (Gegen­stand der För­de­rung) genann­ten F&E‑Aspekte als Schwer­punkt erkenn­bar sein. Die Vor­ha­ben sol­len die Grund­lage für wei­ter­füh­rende Inno­va­ti­ons­pro­zesse bei KMU legen. Die ange­streb­ten Ergeb­nisse sol­len vor­ran­gig KMU zugu­te­kom­men.

Es wer­den aus­schließ­lich Vor­ha­ben geför­dert, deren Ergeb­nisse für die Dauer der Aktua­li­tät in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­wer­tet wer­den und die so den Bildungs‑, Wissenschafts‑, For­­schungs- und Wirt­schafts­stand­ort Deutsch­land stär­ken und wei­ter aus­bauen. Eine zusätz­li­che Nut­zung der Pro­jekt­er­geb­nisse im EWR oder der Schweiz ist nicht ein­ge­schränkt. Die För­de­rung ist in der Regel auf einen Zeit­raum von zwei bis drei Jah­ren ange­legt.

Antrag­stel­ler sol­len sich – auch im eige­nen Inter­esse – im Umfeld des natio­nal beab­sich­tig­ten Vor­ha­bens mit der the­men­of­fe­nen EU-Initia­­tive Euro­stars ver­traut machen, die kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men (KMU) bei der euro­päi­schen Zusam­men­ar­beit in For­­schungs- und Ent­wick­lungs­pro­jek­ten unter­stützt. Sie sol­len prü­fen, ob das beab­sich­tigte Vor­ha­ben von einer euro­päi­schen Koope­ra­tion pro­fi­tie­ren könnte und damit die Bean­tra­gung einer För­de­rung in Euro­stars sinn­voll ist.

Bei Ver­bund­vor­ha­ben ist von den Part­nern ein Ver­bund­ko­or­di­na­tor zu benen­nen sowie die geplante Zusam­men­ar­beit in einer schrift­li­chen Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung zu regeln. Vor der För­der­ent­schei­dung muß eine grund­sätz­li­che Über­ein­kunft über bestimmte vom BMBF vor­ge­ge­bene Kri­te­rien nach­ge­wie­sen wer­den.

5. Art und Umfang, Höhe der Zuwen­dung

Die Zuwen­dun­gen kön­nen im Wege der Pro­jekt­för­de­rung als nicht rück­zahl­bare Zuschüsse gewährt wer­den. Bemes­sungs­grund­lage für Zuwen­dun­gen an Unter­neh­men der gewerb­li­chen Wirt­schaft sind die zuwen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Kos­ten, die in der Regel – je nach Anwen­dungs­nähe des Vor­ha­bens – bis zu 50 % anteil­fi­nan­ziert wer­den kön­nen. Nach BMBF-Grun­d­­sä­t­­zen wird eine ange­mes­sene Eigen­be­tei­li­gung – grund­sätz­lich min­des­tens 50 % der ent­ste­hen­den zuwen­dungs­fä­hi­gen Kos­ten – vor­aus­ge­setzt. Die Bemes­sung der jewei­li­gen För­der­quote muß den Uni­ons­rah­men der EU-Kom­­mis­­sion für staat­li­che Bei­hil­fen für For­schung, Ent­wick­lung und Inno­va­tion berück­sich­ti­gen. Die­ser Uni­ons­rah­men läßt für KMU dif­fe­ren­zierte Auf­schläge zu, die gege­be­nen­falls zu einer höhe­ren För­der­quote füh­ren kön­nen.

Deil­mann Busi­ness Con­sul­ting ist lang­jäh­rig auf die För­der­mit­tel­be­ra­tung von KMU spe­zia­li­siert. Wir haben bereits zahl­rei­che Pro­jekte mit Finan­zie­rungs­för­de­run­gen und Zuschüs­sen erfolg­reich beglei­tet. Durch unsere bun­des­weit sehr gute Ver­net­zung mit den För­der­insti­tu­tio­nen und unsere Erfah­rung in den Bean­tra­gungs­pro­zes­sen zeich­nen wir uns durch eine pro­fes­sio­nelle Ana­lyse, eine aus­ge­feilte Kon­zep­tion und eine erfolg­rei­che Antrag­stel­lung in der För­der­be­ra­tung aus.

Unternehmensberatung aus Essen: Axel Deilmann

Nut­zen Sie unsere bun­des­weit sehr gute Ver­net­zung mit den För­der­insti­tu­tio­nen!

Jetzt ein­fach anfra­gen:

0201 4517400
Mo.-Fr. 08:00–18:00

Menü