Bis zu 50% Zuschuss für Inno­va­tio­nen für die Pro­duk­tion, Dienst­leis­tung und Arbeit von mor­gen

Axel Deil­mann
Unter­neh­mens­be­ra­ter

Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung und For­schung (BMBF) för­dert auf Basis die­ser Richt­li­nie For­schungs­vor­ha­ben, die – im Rah­men eines deutsch-chi­­ne­­si­­schen Ver­bun­des bestehend aus Part­nern aus Wirt­schaft und Wis­sen­schaft – gemein­sam Inno­va­tio­nen zum Nut­zen bei­der Län­der erfor­schen und ent­wi­ckeln.

Der For­schungs­schwer­punkt „Intel­li­gente Fer­ti­gung (Indus­trie 4.0) und Smart Ser­vices“ trägt zur Umset­zung der neuen Hig­h­­tech-Stra­­te­­gie „Inno­va­tio­nen für Deutsch­land“ der Bun­des­re­gie­rung, der Stra­te­gie zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung von Wis­sen­schaft und For­schung, der China-Stra­­te­­gie des BMBF 2015 bis 2020 sowie zum BMBF-Dach­­pro­­gramm „Inno­va­tio­nen für die Pro­duk­tion, Dienst­leis­tung und Arbeit von mor­gen“ bei. Deren Ziele sind u. a. Stär­kung der Tech­no­lo­gie­kom­pe­tenz, Ver­tie­fung des wis­sen­schaft­li­chen Aus­tauschs zwi­schen Deutsch­land und China und Inter­na­tio­na­li­sie­rung von For­schung und Lehre.

Die För­de­rung von For­schung & Ent­wick­lung ist wich­ti­ger Bestand­teil der in der gemein­sa­men Absichts­er­klä­rung zwi­schen dem BMBF und dem Minis­te­rium für Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie (MoST) der Volks­re­pu­blik China ver­ein­bar­ten Ent­wick­lung und Ver­brei­tung von inno­va­ti­ven Lösun­gen aus der bila­te­ra­len wis­­sen­­schaf­t­­lich-tech­­no­­lo­­gi­­schen Zusam­men­ar­beit. Durch die För­de­rung gemein­sa­mer For­schungs­vor­ha­ben soll das in bei­den Län­dern vor­han­dene Poten­tial genutzt wer­den. Mit der För­de­rung deutsch-chi­­ne­­si­­scher Part­ner­schaf­ten auf dem Gebiet der „Intel­li­gen­ten Fer­ti­gung (Indus­trie 4.0) und Smart Ser­vices“ sol­len neue Impulse gesetzt wer­den, die zur Inten­si­vie­rung und Ver­ste­ti­gung der Bezie­hun­gen zwi­schen den Län­dern bei­tra­gen.

För­der­ziel und Zuwen­dungs­zweck

Das BMBF för­dert mit dem Dach­pro­gramm „Inno­va­tio­nen für die Pro­duk­tion, Dienst­leis­tung und Arbeit von mor­gen“ koope­ra­tive vor­wett­be­werb­li­che For­schungs­vor­ha­ben zur Stär­kung der Pro­duk­tion und Dienst­leis­tung in Deutsch­land. Dadurch sol­len ins­be­son­dere pro­du­zie­rende Unter­neh­men bes­ser in die Lage ver­setzt wer­den, auf Ver­än­de­run­gen im glo­ba­len Wett­be­werb rasch zu reagie­ren und den erfor­der­li­chen Wan­del aktiv mit­zu­ge­stal­ten. For­schung in und mit klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men (KMU) wird beson­ders geför­dert.

Mit die­ser Bekannt­ma­chung sol­len Unter­neh­men bei­der Län­der dabei unter­stützt wer­den, inno­va­tive Lösun­gen zu ent­wi­ckeln, pro­to­ty­pisch umzu­set­zen und unter Wirt­schaft­lich­keits­ge­sichts­punk­ten in den jewei­li­gen Län­dern zu vali­die­ren. Die Lösun­gen sind schritt­weise in den betei­lig­ten pro­du­zie­ren­den Unter­neh­men ein­zu­füh­ren. Dabei sol­len die Unter­neh­men in die Lage ver­setzt wer­den, diese Lösun­gen auch nach Abschluß der For­schungs­pro­jekte selb­stän­dig und dau­er­haft zu opti­mie­ren. Die Siche­rung der Inno­va­ti­ons­füh­rer­schaft deut­scher Unter­neh­men sowohl im Ent­wi­ckeln und Betrei­ben von neuen inno­va­ti­ven Lösun­gen aus den Teil­ge­bie­ten „Intel­li­gente Fer­ti­gung (Indus­trie 4.0) und Smart Ser­vices“ als auch in der Anwen­dung an welt­wei­ten Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten ist vor­dring­li­ches Ziel. Digi­ta­ler Wan­del, Glo­ba­li­sie­rung, sozio-tech­­ni­­sche Ver­net­zung und Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­rung ste­hen dabei im Fokus.

Deut­sche und chi­ne­si­sche Part­ner aus Wirt­schaft und Wis­sen­schaft arbei­ten inner­halb eines Ver­bund­pro­jek­tes gemein­sam an Lösun­gen. Ange­strebt wer­den, neben der Erar­bei­tung tech­no­lo­gi­scher Inno­va­tio­nen, die Aus­ge­stal­tung sozio-tech­­ni­­scher Sys­teme für die län­der­spe­zi­fi­sche Zusam­men­ar­beit, aber auch wesent­li­che Fort­schritte bei Nor­mung und Stan­dar­di­sie­rung. Wei­te­res Ziel ist die Stär­kung der inter­kul­tu­rel­len Kom­pe­tenz deut­scher und chi­ne­si­scher Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler in Bezug auf China bzw. Deutsch­land durch den wis­sen­schaft­li­chen Aus­tausch in gemein­sa­men Ver­bund­pro­jek­ten.

Gegen­stand der För­de­rung

Das BMBF för­dert auf Basis die­ser För­der­richt­li­nie F&E‑Vorhaben mit dem Ziel, über­trag­bare Werk­zeuge, Modelle und Metho­den für eine län­der­spe­zi­fi­sche Zusam­men­ar­beit zwi­schen Deutsch­land und China in und mit den Unter­neh­men zu ent­wi­ckeln. Die Ver­wert­bar­keit und die Über­trag­bar­keit der Ergeb­nisse müs­sen anhand kon­kre­ter Bei­spiele dar­ge­stellt wer­den.

Die Vor­ha­ben sol­len kon­krete, inno­va­tive Lösun­gen exem­pla­risch dar­stel­len, die für die glo­bale Zusam­men­ar­beit der bei­den Län­der auf bei­den Sei­ten kon­krete Mehr­werte erbrin­gen. Dabei soll mög­lichst ein Kon­sor­tium aus unter­schied­li­chen Part­nern zusam­men­ge­stellt wer­den, das auf lang­jäh­rige Erfah­run­gen und Bezie­hun­gen in der Zusam­men­ar­beit bei­der Län­der zurück­grei­fen kann, um früh­zei­tig mit allen Part­nern des Kon­sor­ti­ums eine ver­trau­ens­volle Brü­cke auf­zu­bauen, die Grund­lage für eine erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit ist. Ins­be­son­dere die Nut­zung und Anwen­dung deut­scher und inter­na­tio­na­ler Nor­men und Stan­dards ist bei den Arbei­ten von beson­de­rem Inter­esse, um auf Basis bekann­ter Ergeb­nisse neue län­der­spe­zi­fi­sche Wege zu beschrei­ten.

Geför­dert wer­den Arbei­ten zu fol­gen­den F&E‑Schwerpunkten, die durch die gemein­same deutsch-chi­­ne­­si­­sche Arbeits­gruppe „Intel­li­gente Fer­ti­gung (Indus­trie 4.0) und Smart Ser­vices“ als vor­dring­lich ein­ge­stuft wur­den:

  • Neue wand­lungs­fä­hige Pro­duk­ti­ons­sys­teme für eine intel­li­gente Fer­ti­gung (Indus­trie 4.0)
  • Auf­bau von Refe­renz­lö­sun­gen und ‑demons­tra­to­ren für eine kun­den­spe­zi­fi­sche Pro­duk­tion durch den Ein­satz modu­la­rer selbst­ad­ap­tie­ren­der Pro­duk­ti­ons­mo­dule (z. B. „Secure Plug and Work“) inner­halb der Pro­duk­ti­ons­sys­teme
  • Nut­zung von Daten für eine prä­ven­tive Instand­hal­tung von kom­ple­xen Pro­duk­ti­ons­an­la­gen (z. B. „Smart Data“)
  • Ent­wick­lung siche­rer, geschütz­ter, ver­läß­li­cher und draht­lo­ser Sen­sor­netze zur Daten­er­fas­sung und ‑über­mitt­lung, ein­schließ­lich Prüf­stände und Test­um­ge­bun­gen zur Sys­tem­in­te­gra­tion
  • Ver­bes­se­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz in der Fer­ti­gungs­tech­nik für die intel­li­gente Pro­duk­tion (Indus­trie 4.0)
  • Ent­wick­lung von spe­zi­fi­schen Metho­den und Werk­zeu­gen zur ganz­heit­li­chen Bilan­zie­rung und Bewer­tung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz von Pro­zeß­ket­ten und Ver­fah­ren der Fer­ti­gungs­tech­nik
  • Ent­wick­lung ent­spre­chen­der Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment­sys­teme zur Gestal­tung ener­gie­ef­fi­zi­en­ter Fer­ti­gungs­pro­zesse
  • Ent­wick­lun­gen zur Ver­bes­se­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz von Fer­ti­gungs­ver­fah­ren
  • Ent­wick­lung von Pro­­­du­k­­ti­ons- und Dienst­leis­tungs­sys­te­men für die intel­li­gente Fer­ti­gung (Indus­trie 4.0)
  • Model­lie­rung eines digi­ta­len Zwil­lings für das Pro­dukt­le­bens­zy­klus­ma­nage­ment (PLM) zur Erhö­hung der Pro­duk­ti­ons­trans­pa­renz in Echt­zeit, ein­schließ­lich dyna­mi­scher vir­tu­el­ler Simu­la­tion
  • Durch­gän­gi­ges Engi­nee­ring für einen inte­grier­ten Betrieb in der intel­li­gen­ten Fabrik auf Basis von siche­ren und zuver­läs­si­gen Kom­po­nen­ten (safety and secu­rity)
  • Ent­wick­lung anwen­dungs­ori­en­tier­ter Lösun­gen in der Pro­duk­tion auf Basis einer intel­li­gen­ten Pro­zeß­ana­ly­tik

Geför­dert wer­den risi­ko­rei­che und anwen­dungs­ori­en­tierte indus­tri­elle Ver­bund­pro­jekte, die ein arbeits­tei­li­ges und inter­dis­zi­pli­nä­res Zusam­men­wir­ken von Unter­neh­men mit Hoch­schu­len bzw. For­schungs­ein­rich­tun­gen erfor­dern, wobei eine mög­lichst hohe Betei­li­gung von KMU an den Ver­bund­pro­jek­ten erwar­tet wird. Die Koor­di­na­tion und Steue­rung der Ver­bünde soll mög­lichst durch Anwen­der­un­ter­neh­men erfol­gen. Expli­zit soll unter­schied­li­ches Domä­nen­wis­sen aus Infor­ma­ti­ons­tech­nik, Inge­nieur­tech­nik, Arbeits­wis­sen­schaft und Betriebs­wirt­schaft zum Auf­bau eines sozio-tech­­ni­­schen Sys­tems im Sinne von Indus­trie 4.0 mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den. Reine Insti­tuts­ver­bünde und Ein­zel­vor­ha­ben wer­den grund­sätz­lich nicht geför­dert.

Die Kon­sor­tien soll­ten so zusam­men­ge­setzt sein, dass eine brei­tere Anwen­dung (Bran­che, Unter­neh­mens­größe, Fer­ti­gungs­typ, Auto­ma­ti­sie­rungs­grad, etc.) erzielt wird. Arbei­ten, die der Nor­mung und Stan­dar­di­sie­rung die­nen, sind aus­drück­lich erwünscht. Maß­nah­men zur Aus­ge­stal­tung des Tech­no­lo­gie­trans­fers sind in geeig­ne­ter Form zu ent­wi­ckeln, damit eine große Brei­ten­wirk­sam­keit erzielt wer­den kann.

Zuwen­dungs­emp­fän­ger

Antrags­be­rech­tigt sind Hoch­schu­len, außer­uni­ver­si­täre For­schungs­ein­rich­tun­gen und andere Insti­tu­tio­nen, die For­schungs­bei­träge lie­fern, sowie Unter­neh­men, ins­be­son­dere auch KMU, der gewerb­li­chen Wirt­schaft. Zum Zeit­punkt der Aus­zah­lung einer gewähr­ten Zuwen­dung wird das Vor­han­den­sein einer Betriebs­stätte oder Nie­der­las­sung (Unter­neh­men) bzw. einer sons­ti­gen Ein­rich­tung, die der Tätig­keit des Zuwen­dungs­emp­fän­gers dient (Hoch­schule, außer­uni­ver­si­täre For­schungs­ein­rich­tun­gen und andere Insti­tu­tio­nen, die For­schungs­bei­träge lie­fern) in Deutsch­land ver­langt.

Beson­dere Zuwen­dungs­vor­aus­set­zun­gen

Vor­aus­set­zung für die För­de­rung des Vor­ha­bens ist, dass an den Pro­jek­ten min­des­tens eine deut­sche und chi­ne­si­sche Forschungseinrichtung/​​Universität sowie bevor­zugt meh­rere deut­sche und chi­ne­si­sche Unter­neh­men der gewerb­li­chen Wirt­schaft betei­ligt sind. Vor­ha­ben, die im Rah­men die­ser Bekannt­ma­chung bean­tragt wer­den, soll­ten das Poten­tial für eine lang­fris­tige und nach­hal­tige Koope­ra­tion mit China doku­men­tie­ren. Der Nut­zen im Hin­blick auf die wis­sen­schaft­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ziele sollte für die Part­ner­län­der aus­ge­wo­gen sein.

Die Vor­ha­ben sol­len dau­er­hafte Inno­va­ti­ons­pro­zesse ansto­ßen und eine Lauf­zeit von drei Jah­ren mög­lichst nicht über­schrei­ten.

Vor­ha­ben von Groß­un­ter­neh­men kön­nen unter die­sen För­der­richt­li­nien nur dann geför­dert wer­den, wenn die Vor­ha­ben ohne die öffent­li­che För­de­rung nicht oder nicht in die­sem Umfang durch­ge­führt wür­den oder wenn die öffent­li­che För­de­rung zu einer signi­fi­kan­ten Beschleu­ni­gung der Ent­wick­lung führt, wenn also ein Anrei­z­ef­fekt vor­liegt.

Art und Umfang, Höhe der Zuwen­dung

Die Zuwen­dun­gen wer­den im Wege der Pro­jekt­för­de­rung als nicht rück­zahl­bare Zuschüsse gewährt. Als Richt­wert plant das BMBF eine För­der­summe von bis zu 1 Mil­lion Euro pro Ver­bund­pro­jekt. Für diese För­der­maß­nahme stel­len BMBF bzw. MoST jeweils bis zu drei Mil­lio­nen Euro bzw. 30 Mil­lio­nen Ren­minbi (RMB) zur Ver­fü­gung.

Bemes­sungs­grund­lage für Zuwen­dun­gen an Unter­neh­men der gewerb­li­chen Wirt­schaft und für Vor­ha­ben von For­schungs­ein­rich­tun­gen, die in den Bereich der wirt­schaft­li­chen Tätig­kei­ten fal­len, sind die zuwen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Kos­ten. In der Regel kön­nen diese – je nach Anwen­dungs­nähe des Vor­ha­bens – unter Berück­sich­ti­gung der bei­hil­fe­recht­li­chen Vor­ga­ben bis zu 50 % anteil­fi­nan­ziert wer­den. Nach BMBF-Grun­d­­sä­t­­zen wird eine ange­mes­sene Eigen­be­tei­li­gung – grund­sätz­lich min­des­tens 50 % der ent­ste­hen­den zuwen­dungs­fä­hi­gen Kos­ten – vor­aus­ge­setzt.

Bemes­sungs­grund­lage für Zuwen­dun­gen an Hoch­schu­len, öffent­li­che For­­schungs- und Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen und ver­gleich­bare Insti­tu­tio­nen, die nicht in den Bereich der wirt­schaft­li­chen Tätig­kei­ten fal­len, sind die zuwen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Aus­ga­ben (bei Hel­m­holtz-Zen­­tren und der Fraun­­ho­­fer-Gesel­l­­schaft die zuwen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Kos­ten), die unter Berück­sich­ti­gung der bei­hil­fe­recht­li­chen Vor­ga­ben indi­vi­du­ell bis zu 100 % geför­dert wer­den kön­nen.

Bei nicht­wirt­schaft­li­chen For­schungs­vor­ha­ben an Hoch­schu­len wird zusätz­lich zu den zuwen­dungs­fä­hi­gen Aus­ga­ben eine Pro­jekt­pau­schale in Höhe von 20 % gewährt.

Unternehmensberatung aus Essen: Axel Deilmann

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