Die wich­tigs­ten För­der­ar­ten im Über­blick

Axel Deil­mann
Unter­neh­mens­be­ra­ter

Nicht ohne Grund wird die euro­päi­sche För­der­land­schaft des Öfte­ren als Laby­rinth bezeich­net: Immer­hin erweist sich der Weg zu den begehr­ten För­der­mit­teln ohne fach­kun­di­gen Lot­sen häu­fig als unüber­sicht­lich, ver­wor­ren und kom­pli­ziert.

Wer nicht in einer Sack­gasse lan­den möchte, sollte sich gut vor­be­rei­ten und genau defi­nie­ren, wel­ches Ziel ange­strebt wird. För­der­mit­tel sind näm­lich nicht gleich För­der­mit­tel. Antrag­stel­lende Unter­neh­mer müs­sen sich des­halb zu Beginn des Pro­zes­ses fra­gen: Wel­che För­der­ar­ten gibt es und wel­che sind für mein Inves­ti­ti­ons­vor­ha­ben am bes­ten geeig­net? Im Fol­gen­den erhal­ten Sie einen kur­zen Über­blick über die wich­tigs­ten För­der­ar­ten für kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men.

Zuschüsse

Bei Zuschüs­sen han­delt es sich für gewöhn­lich um finan­zi­elle För­der­mit­tel, die inves­tie­ren­den Unter­neh­men als Finan­zie­rungs­hilfe die­nen. Der Trans­fer von Bar­mit­teln, Gütern oder Dienst­leis­tun­gen ist aber eben­falls mög­lich.

Da Zuschüsse – im Gegen­satz zu ande­ren För­der­ar­ten – in der Regel nicht zurück­ge­zahlt wer­den müs­sen, ist diese Mög­lich­keit der För­de­rung bei antrag­stel­len­den Unter­neh­men beson­ders begehrt.

För­der­fi­nan­zie­run­gen

Für inves­tie­rende Betriebe kön­nen auch För­der­fi­nan­zie­run­gen inter­es­sant sein. Das sind Kre­dite, die zwar rück­zahl­bar sind, bei denen die Kon­di­tio­nen aber bes­ser und die Zin­sen deut­lich nied­ri­ger sind als bei den Ange­bo­ten der Haus­ban­ken. Die­ser Umstand lässt sich ins­be­son­dere durch sub­ven­tio­nierte Zins­sätze und Til­gungs­zu­schüsse erklä­ren.

För­der­fi­nan­zie­run­gen bie­ten aber noch wei­tere Vor­teile wie Til­gungs­aus­set­zun­gen oder Haf­tungs­frei­stel­lun­gen. Unter Umstän­den kön­nen geför­derte Unter­neh­men am Ende der För­der­pe­ri­ode dar­über hin­aus noch einen Til­gungs­zu­schuss ergat­tern. Ob Letz­te­res mög­lich ist, hängt von der jewei­li­gen Inves­ti­ti­ons­art ab.

Bürg­schaf­ten und Garan­tien

Es mag den einen oder ande­ren Unter­neh­mer über­ra­schen, aber auch Absi­che­run­gen wie Bürg­schaf­ten und Garan­tien sind For­men der För­de­rung. In die­sen Fäl­len fließt zwar kein Geld an den För­der­neh­mer, doch beide För­der­instru­mente stel­len wich­tige Ersatz­si­cher­hei­ten dar: Bürg­schaf­ten und Garan­tien sor­gen schließ­lich dafür, dass Haus­ban­ken Finan­zie­run­gen für betrieb­li­che Inves­ti­tio­nen bewil­li­gen, für die eigent­lich keine aus­rei­chen­den Sicher­hei­ten vor­han­den sind. För­der­ge­ber kön­nen dabei Bürg­schafts­ban­ken oder der Staat sein.

Öffent­li­che Betei­li­gun­gen

Von einer öffent­li­chen Betei­li­gung wird gespro­chen, wenn Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten dem inves­tie­ren­den Unter­neh­men Eigen­ka­pi­tal in Form einer stil­len Betei­li­gung zur Ver­fü­gung stel­len. Da sich die Kapi­tal­ba­sis durch einen „Anker­ge­sell­schaf­ter“ wesent­lich ver­bes­sert, redu­zie­ren sich die Risi­ken für die Haus­ban­ken. In der Folge sind Finan­zie­run­gen ein­fa­cher umsetz­bar.

För­der­neh­mer müs­sen jedoch beden­ken, dass für das bereit­ge­stellte Kapi­tal Zin­sen fäl­lig wer­den. Diese betra­gen in der Regel zwi­schen acht und zwölf Pro­zent.

Unternehmensberatung aus Essen: Axel Deilmann

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