Digi­tal Jetzt – Digi­ta­li­sie­rungs­för­de­rung für KMU

Axel Deil­mann
Unter­neh­mens­be­ra­ter

Für KMUs der gewerb­li­chen Wirt­schaft von 3 bis 499 Mit­ar­bei­tern.

Auch für Hand­werk und Frei­be­ruf­ler.

Zuschüsse für Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben im Inland.

Mit „Digi­tal Jetzt – Digi­ta­li­sie­rungs­för­de­rung für KMU“ hat das Bun­des­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi) ein För­der­pro­gramm ins Leben geru­fen, dass die vor­han­dene Digi­ta­li­sie­rungs­lü­cke im Mit­tel­stand schlie­ßen und digi­tale Inves­ti­tio­nen ansto­ßen soll.

Wer wird geför­dert?

Digi­tal Jetzt“ rich­tet sich an KMUs der gewerb­li­chen Wirt­schaft ab drei Mit­ar­bei­tern, die per EU-Defi­­ni­­tion als KMU zu bewer­ten sind, sowie an grö­ßere Mit­tel­ständ­ler mit bis zu 499 Mit­ar­bei­tern. Auch das Hand­werk und Ange­hö­rige freier Berufe sind mit­in­be­grif­fen.

Antrags­be­rech­tigt sind dane­ben mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, die im Rah­men von Wert­schöp­fungs­ket­ten und /​​ oder ‑netz­wer­ken (z.B. Zulie­fe­rer und deren Abneh­mer) mit­ein­an­der inter­agie­ren und den Antrag vor die­sem Hin­ter­grund stel­len möch­ten. Zwar müs­sen sie jeweils einen eige­nen Antrag ein­rei­chen, pro­fi­tie­ren jedoch von höhe­ren För­der­quo­ten und höhe­ren För­der­sum­men im Gegen­satz zu ein­zel­nen Antrag­stel­lern.

Vor­aus­set­zung für alle ist aller­dings, dass die geplante Inves­ti­tion in einer deut­schen Betriebs­stätte oder Nie­der­las­sung umge­setzt wird. Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben im Aus­land sind nicht för­der­fä­hig! Außer­dem darf mit dem Vor­ha­ben zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung noch nicht begon­nen wor­den sein. Erst mit Vor­lie­gen des Zuwen­dungs­be­schei­des kön­nen das Vor­ha­ben ange­gan­gen, Bestel­lun­gen getä­tigt und Externe mit der Umset­zung beauf­tragt wer­den, ansons­ten erlischt die För­der­fä­hig­keit des jewei­li­gen Pro­jek­tes.

Von einer För­de­rung aus­ge­schlos­sen sind dar­über hin­aus: Unter­neh­men in Schwie­rig­kei­ten, insol­vente Unter­neh­men und sol­che Unter­neh­men, die zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung bereits ein Pro­jekt im Rah­men von „Digi­tal Jetzt“ ver­fol­gen. Letz­tere kön­nen erst wie­der einen Antrag stel­len, wenn der Ver­wen­dungs­nach­weis geprüft und die Prüf­mit­tei­lung an das Unter­neh­men ver­sandt wurde.

Nicht för­der­fä­hig hin­ge­gen sind:

  • Stan­dard­soft­ware (gän­gige Betriebs­sys­teme oder Büro­soft­ware),
  • Stan­dard­hard­ware, sofern hier­aus kein direk­ter inhalt­li­cher Bezug zum Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben oder den För­der­zie­len her­vor­geht,
  • Erst­aus­stat­tung im Bereich Infor­­ma­­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik,
  • Ersatz- oder Rou­ti­ne­in­ves­ti­tio­nen (zusätz­li­che Com­pu­ter für wach­sen­den Per­so­nal­stamm oder Sof­t­­ware-Updates ohne grund­le­gende neue Funk­tio­nen),
  • Aus­ga­ben, die über die Sach­aus­ga­ben hin­aus­ge­hen (Per­­so­­nal- und Ver­wal­tungs­aus­ga­ben),
  • Leis­tun­gen von Exter­nen, die auf­grund ihrer wirt­schaft­li­chen Bezie­hun­gen zum antrag­stel­len­den Unter­neh­men als ver­bun­de­nes Unter­neh­men defi­niert wer­den,
  • Leis­tun­gen von Exter­nen, zu denen Geschäfts­be­zie­hun­gen in Form von bei­spiels­weise Toch­ter­un­ter­neh­men bestehen,
  • Bera­tungs­leis­tun­gen, wenn das Vor­ha­ben bereits im Rah­men des För­der­pro­gramms „go-digi­­tal“ geför­dert wird,
  • Sowie der Ein­satz eige­ner Ent­wick­lungs­ka­pa­zi­tä­ten für Inno­va­tio­nen.

Wie wird geför­dert?

Wie wird geför­dert?

Das För­der­pro­gramm „Digi­tal Jetzt“ ist beson­ders attrak­tiv, da die För­de­rung als Zuschuss gewährt wird. Im Gegen­satz zu För­der­dar­le­hen müs­sen Zuschüsse nicht zurück­ge­zahlt wer­den und scho­nen somit maß­geb­lich die Liqui­di­tät des antrag­stel­len­den Unter­neh­mens.

Die Höhe des Zuschus­ses ori­en­tiert sich an der Zahl der Mit­ar­bei­ter und beträgt Mini­mum 17.000 Euro in Modul 1 bzw. 3.000 Euro in Modul 2. Maxi­mum wer­den 50.000 Euro bei ein­zel­nen Antrag­stel­lern bzw. 100.000 Euro pro Unter­neh­men bei Anträ­gen von Wert­schöp­fungs­ket­ten und /​​ oder ‑netz­wer­ken an die zuwen­dungs­be­rech­tig­ten Unter­neh­men aus­ge­zahlt.

Für Unter­neh­men, die ihren Antrag bis zum 30. Juni 2021 ein­rei­chen, gel­ten COVID-19-bedingt fol­gende Regel-För­­der­­quo­­ten:

bis   50 Mit­ar­bei­ter (Voll­zeit­äqui­va­lente): bis zu 50,0 %

bis 250 Mit­ar­bei­ter (Voll­zeit­äqui­va­lente): bis zu 45,0 %

bis 499 Mit­ar­bei­ter (Voll­zeit­äqui­va­lente): bis zu 40,0 %

Danach, ab dem 01. Juli 2021, ist eine Reduk­tion der Regel-För­­der­­quote von jeweils 10 Pro­zent­punk­ten vor­ge­se­hen.

Unter beson­de­ren Umstän­den kann die indi­vi­du­elle För­der­quote jedoch höher aus­fal­len und aktu­ell bis zu 70 % der för­der­fä­hi­gen Kos­ten betra­gen. Dazu muss das Unter­neh­men aus einer wirt­schaft­lich struk­tur­schwa­chen Region kom­men (+ 10,0 %), in IT-Sicher­heit inves­tie­ren (+ 5,0 %) und den Antrag zusam­men mit ande­ren Unter­neh­men im Zusam­men­hang mit einer Wer­t­­schöp­­fungs­­­kette- und /​​ oder eines ‑netz­wer­kes ein­rei­chen (+ 5,0 %).

Auch eine Mehr­fach­be­an­tra­gung ist mög­lich, sofern vor­he­rige Pro­jekte mit Prü­fung des Ver­wen­dungs­nach­wei­ses und Ver­sand der Prüf­mit­tei­lung durch die Ver­ga­be­stelle bzw. den zustän­di­gen Pro­jekt­trä­ger abge­schlos­sen wurde.

In der Regel sollte das Vor­ha­ben inner­halb von 12 Mona­ten nach Ertei­lung des Zuwen­dungs­be­schei­des umge­setzt wer­den.

Zu beach­ten ist: Die Aus­zah­lung des Zuschus­ses erfolgt erst NACH Erbrin­gung des Ver­wen­dungs­nach­wei­ses im Anschluss an das Vor­ha­ben­sende! Das Unter­neh­men muss somit zu Vor­ha­bens­be­ginn zunächst voll­stän­dig in Vor­leis­tung gehen und bekommt die Kos­ten für die Inves­ti­tion erst spä­ter, nach Vor­ha­ben­sende und erfolg­rei­cher Prü­fung des Ver­wen­dungs­nach­wei­ses, antei­lig zurück­er­stat­tet.

Kumu­lie­rung mit ande­ren För­der­pro­gram­men:

Wer den erfor­der­li­chen Eigen­an­teil zur Umset­zung des Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­bens nicht aus eige­nen Mit­teln abbil­den kann, der hat unter Ein­hal­tung der De-mini­­mis-Regel und der All­ge­mei­nen Grup­pen­frei­stel­lungs­ver­ord­nung die Mög­lich­keit, für den Rest­be­trag andere öffent­li­che För­der­mit­tel, För­der­dar­le­hen oder Betei­li­gun­gen zu bean­tra­gen.

Die vor­an­ge­gan­ge­nen, exter­nen Bera­tungs­leis­tun­gen, aus denen das Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekt her­vor­ge­gan­gen ist, kön­nen zudem bereits über das För­der­pro­gramm „go-digi­­tal“ bezu­schusst wor­den sein. Denn „Digi­tal Jetzt“ ist so kon­zi­piert, dass es auf die­ser För­de­rung auf­baut. Ein Rechts­an­spruch auf För­der­mit­tel ist aller­dings grund­sätz­lich nicht gege­ben.

Wie erfolgt die Antrag­stel­lung?

Anträge für eine Pro­jekt­för­de­rung im Rah­men von „Digi­tal Jetzt“ kön­nen ab sofort bis ein­schließ­lich 2023 online direkt beim BMWi bzw. dem beauf­trag­ten Pro­jekt­trä­ger gestellt wer­den.

Zur Antrag­stel­lung gehört ein detail­lier­ter Digi­­ta­­li­­sie­­rungs- und Inves­ti­ti­ons­plan, der das avi­sierte Pro­jekt, den aktu­el­len Digi­ta­li­sie­rungs­grad des Unter­neh­mens und des­sen Ziele erör­tert und die dar­aus erwach­se­nen Unter­neh­mens­po­ten­ziale (tech­ni­sche und wirt­schaft­li­che Effekte, nach­hal­tige Aus­wir­kun­gen auf die Wett­be­werbs­fä­hig­keit und die Unter­neh­mens­or­ga­ni­sa­tion) ver­ständ­lich dar­legt.

Zudem muss der Antrag­stel­ler eine De-mini­­mis-Erklä­­rung abge­ben, mit der er bestä­tigt, dass er in den ver­gan­ge­nen drei Steu­er­jah­ren die Kumu­lie­rungs­grenze öffent­li­cher Sub­ven­tio­nen in Höhe von 200.000 Euro nicht über­schrit­ten hat, und Bei­spiel­an­ge­bote für die geplan­ten digi­ta­len Inves­ti­tio­nen und /​​ oder Schu­lungs­maß­nah­men ein­rei­chen.

Wird der Antrag von meh­re­ren Unter­neh­men im Rah­men einer Wert­schöp­fungs­kette bzw. eines Wert­schöp­fungs­netz­werks zusam­men­hän­gend gestellt, muss jedes betei­ligte Unter­neh­men einen eige­nen Antrag ein­rei­chen und im Digi­ta­li­sie­rungs­plan dezi­diert seine Rolle in die­sem Gefüge dar­le­gen. Eine gemein­same Beschrei­bung der par­al­lel statt­fin­den­den Inves­ti­tio­nen ist eben­falls abzu­stim­men.

Unternehmensberatung aus Essen: Axel Deilmann

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