Indi­vi­du­elle und adap­tive Tech­no­lo­gien für eine ver­netzte Mobi­li­tät”

Axel Deil­mann
Unter­neh­mens­be­ra­ter

1. För­der­ziele und Zuwen­dungs­zweck

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF) för­dert For­­schungs- und Ent­wick­lungs­vor­ha­ben in der Mensch-Tech­­nik-Inter­ak­­tion. Ziel ist es, sichere und zugleich auf den indi­vi­du­el­len Bedarf zuge­schnit­tene Mobi­li­täts­lö­sun­gen zu ermög­li­chen. Der­ar­tige Lösun­gen sol­len sich adap­tiv an ihre Nut­ze­rin­nen und Nut­zer anpas­sen, sichere Schnitt­stel­len zur Ver­net­zung bie­ten und damit das wach­sende Nut­zer­inter­esse an einer effi­zi­en­ten, inter­mo­da­len aber auch nach­hal­ti­gen Mobi­li­tät auf­grei­fen. Sie müs­sen das Mobi­li­täts­ver­hal­ten sowie aktu­elle tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen betrach­ten, und sich an den rea­len Anfor­de­run­gen der Men­schen ori­en­tie­ren. Ein wesent­li­ches Ziel der För­de­rung ist zudem eine signi­fi­kante Betei­li­gung von klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men, um das vor­han­dene Inno­va­ti­ons­po­ten­tial des deut­schen Mit­tel­stands zu erhal­ten, zu nut­zen und aus­zu­bauen.

1.1 Zuwen­dungs­zweck

Die Digi­ta­li­sie­rung ermög­licht viel­fäl­tige neue Lösun­gen der Mensch-Tech­­nik-Inter­ak­­tion (MTI) für mehr Sicher­heit in der urba­nen All­tags­mo­bi­li­tät. Bis­her fokus­sie­ren viele Mobi­li­täts­lö­sun­gen nur die Intel­li­genz ein­zel­ner Ver­kehrs­mit­tel, bei­spiels­weise von auto­ma­ti­sier­ten Fahr­zeu­gen. Jedoch wer­den die all­täg­li­chen Mobi­li­täts­an­for­de­run­gen der Nut­ze­rin­nen und Nut­zer zuneh­mend fle­xi­bler und indi­vi­du­el­ler und las­sen sich in urba­nen Umge­bun­gen erst durch die situa­ti­ons­ge­rechte Ver­knüp­fung ver­schie­de­ner Ver­kehrs­mit­tel opti­mal adres­sie­ren. Eine schnelle und robuste Kom­mu­ni­ka­tion und Ver­net­zung sowie die Bereit­stel­lung aktu­el­ler Ver­kehrs­in­for­ma­tio­nen in Echt­zeit bil­den hier­für die not­wen­dige Basis und machen eine zuver­läs­sig nutz­bare und den­noch indi­vi­du­elle Mobi­li­tät erst mög­lich. Zum Schutz per­sön­li­cher Daten müs­sen bei der Kon­zep­tion und Ent­wick­lung der tech­ni­schen Sys­teme beglei­tend auch ethi­sche, recht­li­che und soziale Fra­gen ein­be­zo­gen wer­den. Diese Aspekte sind für das Ver­trauen in die Sicher­heit und die damit ein­her­ge­hende Akzep­tanz sowie eine breite Ver­wen­dung die­ser neuen Lösun­gen im urba­nen Ver­kehrsall­tag unver­zicht­bar.

2. Gegen­stand der För­de­rung

Geför­dert wer­den Inno­va­tio­nen der Mensch-Tech­­nik-Inter­ak­­tion, die sicher nutz­bare, indi­vi­du­elle und fle­xi­ble Mobi­li­täts­lö­sun­gen adres­sie­ren und sich dabei an kon­kre­ten Anfor­de­run­gen für eine urbane Mobi­li­tät der Zukunft ori­en­tie­ren. Die Lösun­gen müs­sen sich adap­tiv an ihre Nut­zer anpas­sen und durch inno­va­tive Schnitt­stel­len mit wei­te­ren Ver­kehrs­an­ge­bo­ten ver­net­zen las­sen. Dabei kön­nen Indi­vi­dua­li­sie­rung und Anpas­sungs­fä­hig­keit auch durch die Ent­wick­lung inno­va­ti­ver Mobi­li­täts­mit­tel mit gerin­ger Größe („soge­nannte „Mikro­mo­bile”) ermög­licht wer­den. Hier­bei sol­len die intui­tive Nutz­bar­keit und das Ver­trauen in die Tech­nik, die Zuver­läs­sig­keit und damit auch die Sicher­heit für die Anwen­de­rin­nen und Anwen­der gewähr­leis­tet wer­den.

Es exis­tiert eine Viel­zahl wis­sen­schaft­li­cher Her­aus­for­de­run­gen, die in den Vor­ha­ben im Fokus ste­hen kön­nen. Hierzu zäh­len bei­spiel­haft fol­gende offene For­schungs­the­men:

v Indi­vi­du­ell zuge­schnit­tene und effek­tive Umset­zung von sicher nutz­ba­ren und zuver­läs­si­gen Mobi­li­täts­lö­sun­gen
v Kom­mu­ni­ka­tion und Ver­ket­tung von ver­schie­de­nen Ver­kehrs­mit­teln und Ver­kehrs­teil­neh­mern, ins­be­son­dere von Indi­vi­du­al­ver­kehr, öffent­li­chem Per­so­nen­ver­kehr und Sharing-Ange­­bo­­ten
v Ent­wick­lung und Ver­brei­tung von elek­tri­fi­zier­ten und intel­li­gen­ten Mikro­mo­bi­len, die sowohl von Men­schen gesteu­ert wer­den, aber auch voll­au­to­ma­ti­siert fah­ren kön­nen (wie bei­spiels­weise soge­nannte “Robo-Taxis”)
v Minia­tu­ri­sie­rung von indi­vi­du­el­len Mobi­li­täts­mit­teln für einen leich­ten und fle­xi­blen inter­mo­da­len Trans­port von Men­schen und Gütern
v Erhö­hung der Akzep­tanz und Sicher­stel­lung der Wirt­schaft­lich­keit neuer Mobi­li­täts­lö­sun­gen
v Gestal­tung von Nut­zer­schnitt­stel­len für Navi­ga­tion und Sicher­heit der Mobi­li­täts­lö­sun­gen
v Aus­wir­kun­gen auf Mobi­li­täts­ver­hal­ten und ‑rou­ti­nen durch fle­xi­ble und indi­vi­du­ell zuge­schnit­tene Mobi­li­täts­lö­sun­gen

Den Ein­rei­chern steht es frei, auch andere Her­aus­for­de­run­gen zu adres­sie­ren, die für sichere und fle­xi­ble Ange­bote einer intel­li­gen­ten urba­nen Mobi­li­tät zu lösen sind.

Dabei steht in einem Pha­sen­mo­dell sowohl die Kon­zep­tion als auch die tech­ni­sche Umset­zung neu­ar­ti­ger Mobi­li­täts­lö­sun­gen für eine zeit­ef­fi­zi­ente und fle­xi­ble urbane Mobi­li­tät im Mit­tel­punkt. Aktu­ell exis­tie­ren bereits viel­ver­spre­chende Ansätze. Jedoch schei­tern diese oft an der feh­len­den Akzep­tanz der poten­ti­el­len Nut­zer und der damit ein­her­ge­hen­den feh­len­den Ver­brei­tung. Dies ist neben Gewohn­hei­ten und Ver­hal­tens­rou­ti­nen unter ande­rem auch auf ein unausge­wogenes Kos­­ten-Nut­­zen-Ver­­häl­t­­nis zurück­zu­füh­ren. Dem­entspre­chend müs­sen geför­derte Pro­jekte immer auch die Wirt­schaft­lich­keit neuer MTI-Lösun­­­gen in den Blick neh­men, um eine ent­spre­chende Brei­ten­wirk­sam­keit zu erzie­len. Hinzu kom­men offene Fra­ge­stel­lun­gen z. B. hin­sicht­lich der recht­li­chen Zuord­nung und Zulas­sung von Mikro­mo­bi­len im öffent­li­chen Stra­ßen­ver­kehr für eine sichere Mobi­li­tät.

Die För­der­richt­li­nie ist in zwei auf­ein­an­der auf­bau­ende Pha­sen geglie­dert, für die unter­schied­li­che Anfor­de­run­gen ­gel­ten. Nur Pro­jekte, die in der ers­ten Phase geför­dert wer­den, kön­nen sich für eine För­de­rung in der zwei­ten Phase bewer­ben.

2.1 Phase 1 – Kon­zept­phase

Auf­grund der Viel­falt neuer mög­li­cher Mobi­li­täts­tech­no­lo­gien ist zunächst eine ziel­ori­en­tierte Anfor­de­rungs­er­mitt­lung und eine Erfolgs­be­wer­tung der Tech­no­lo­gien durch­zu­füh­ren, um das indi­vi­du­elle Mobi­li­täts­ver­hal­ten zu ver­ste­hen, markt­fä­hige Sys­teme zu kon­zep­tio­nie­ren und diese im wei­te­ren Ver­lauf (Phase 2) umzu­set­zen. In die­ser ers­ten Phase wer­den Pro­jekte geför­dert, die sich vor­ran­gig mit Anfor­­de­­rungs- sowie Mobi­li­täts­ver­hal­tens­ana­ly­sen beschäf­ti­gen, sich aber auch für die jeweils kon­kret vor­ge­schla­ge­nen neuen tech­no­lo­gi­schen Kon­zepte oder kon­kret betrach­tete Anwen­­dungs- und Bedarfs­fälle mit der Klä­rung der recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen befas­sen. Gefragt sind auch sol­che Pro­jekte, die neu­ar­tige Sharing-Kon­­zepte und die Ein­bin­dung bereits exis­tie­ren­der Tech­no­lo­gien adres­sie­ren. Jedes Vor­ha­ben sollte bereits in der Skizze für Phase 1 eine grobe Kon­zept­idee für neue Mobi­li­täts­lö­sun­gen und deren Ver­net­zung mit bestehen­den Ver­kehrs­mit­teln sowie ein kla­res empi­ri­sches Vor­ge­hen im Arbeits­plan ent­hal­ten.

Es ist die För­de­rung von bis zu 20 Pro­jek­ten mit einer Lauf­zeit von einem Jahr und einer För­der­summe von bis zu 100 000 Euro vor­ge­se­hen.

2.2 Phase 2: – Umset­zungs­phase zur Kon­zept­rea­li­sie­rung

Zum Ende der Lauf­zeit der Pro­jekte in Phase 1 soll die Aus­ar­bei­tung umfang­rei­cher Pro­jekt­skiz­zen erfol­gen, wel­che die tech­ni­sche Rea­li­sie­rung der Ideen nach­voll­zieh­bar dar­stel­len. Auf die­ser Basis kann in der Phase 2 die kon­krete tech­ni­sche Umset­zung der durch die Anfor­de­rungs­ana­ly­sen iden­ti­fi­zier­ten Mobi­li­täts­lö­sun­gen geför­dert wer­den. Neben der tech­ni­schen Umset­zung müs­sen diese Pro­jekte auch die All­tags­taug­lich­keit mit Hilfe von umfas­sen­den Nut­zer­stu­dien über­prü­fen sowie die Ver­ket­tung mit wei­te­ren Mobi­li­täts­an­ge­bo­ten betrach­ten. Denn nur dadurch kön­nen sie den aktu­el­len und künf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen für eine indi­vi­du­elle Mobi­li­tät nach­hal­tig begeg­nen und eine opti­male Anbin­dung an bereits exis­tie­rende Mobi­li­täts­an­ge­bote bei­spiels­weise im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr „auf der letz­ten Meile“ sicher­stel­len. Für die Aus­wahl der in der Umset­zungs­phase geför­der­ten Pro­jekte ist ins­be­son­dere maß­geb­lich, wel­che der vor­ge­leg­ten Kon­zepte in ihrer Umset­zung und in ihrer Inno­va­tion den größ­ten Effekt ver­spre­chen.

Es ist die För­de­rung von bis zu fünf Pro­jek­ten mit einer För­der­summe von bis zu 5 Mil­lio­nen Euro vor­ge­se­hen. Die Lauf­zeit der Pro­jekte beträgt in der Regel drei Jahre und kann auf vier Jahre erhöht wer­den, wenn ein umfang­rei­cher Feld­test am Ende der tech­ni­schen Umset­zung durch­ge­führt wird. Die­ser sollte über Tests in Labo­ren und geschlos­se­nen Test­fel­dern hin­aus­ge­hen. Dabei ist zu prü­fen, ob die Erpro­­­bungs- und Vali­die­rungs­mög­lich­kei­ten, die der­zeit in Deutsch­land durch den Aus- und Auf­bau von offe­nen Test­fel­dern für das auto­ma­ti­sierte Fah­ren ent­ste­hen, sinn­voll zu nut­zen sind.

3. Zuwen­dungs­emp­fän­ger

Ent­spre­chend der zwei För­der­pha­sen unter­schei­den sich die Vor­aus­set­zun­gen für Zuwen­dungs­emp­fän­ger.

3.1 Phase 1: – Kon­zept­phase

Die Pro­jekt­skizze für Phase 1 ist von einer wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tung oder einem Unter­neh­men ein­zu­rei­chen, das sich mit der Kon­zep­tion und Anfor­de­rungs­er­mitt­lung für indi­vi­du­elle und ver­netzte Mobi­li­täts­lö­sun­gen im Rah­men eines Ein­zel­vor­ha­bens befaßt. Ins­be­son­dere kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men sind hier­bei zur Ein­rei­chung auf­ge­for­dert. Unter­neh­men der gewerb­li­chen Wirt­schaft müs­sen zum Zeit­punkt der Aus­zah­lung einer gewähr­ten Zuwen­dung eine Betriebs­stätte oder Nie­der­las­sung in Deutsch­land haben.

3.2 Phase 2: – Umset­zungs­phase

Antrags­be­rech­tigt in Phase 2 sind Ver­bünde von Unter­neh­men der gewerb­li­chen Wirt­schaft oder Hoch­schu­len und außer­uni­ver­si­täre For­schungs­ein­rich­tun­gen im Ver­bund mit Unter­neh­men. Auch in Phase 2 ist die Betei­li­gung von klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men beson­ders erwünscht. Unter­neh­men der gewerb­li­chen Wirt­schaft müs­sen zum Zeit­punkt der Aus­zah­lung einer gewähr­ten Zuwen­dung eine Betriebs­stätte oder Nie­der­las­sung in Deutsch­land haben.

For­schungs­ein­rich­tun­gen, die von Bund und /​​ oder Län­dern grund­fi­nan­ziert wer­den, kann neben ihrer insti­tu­tio­nel­len För­de­rung nur unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen eine Pro­jekt­för­de­rung für ihre zusätz­li­chen pro­jekt­be­ding­ten Aus­ga­ben bezie­hungs­weise Kos­ten bewil­ligt wer­den. Bei Ver­bund­pro­jek­ten ist von den Part­nern der Koor­di­na­tor zu benen­nen.

4. Beson­dere Zuwen­dungs­vor­aus­set­zun­gen

Die For­­schungs- und Ent­wick­lungs­ar­bei­ten sind unter Berück­sich­ti­gung und Dar­stel­lung der tech­ni­schen und wirt­schaft­li­chen Risi­ken zu pla­nen. Vor­aus­set­zung für die För­de­rung in Phase 2 ist das Zusam­men­wir­ken von Betei­lig­ten aus der Wirt­schaft mit der Wis­sen­schaft zur Lösung von gemein­sa­men For­schungs­auf­ga­ben. An einem sol­chen Ver­bund müs­sen neben den erfor­der­li­chen For­­schungs- und Ent­wick­lungs­part­nern grund­sätz­lich auch Sys­tem­in­te­gra­to­ren, ‑her­stel­ler oder ‑anbie­ter betei­ligt sein.

Die Betei­li­gung von KMU ist aus­drück­lich erwünscht. Jedoch sind auch mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men mit Sitz, Betriebs­stätte oder Nie­der­las­sung in Deutsch­land, wenn sie ein­schließ­lich ver­bun­de­ner oder Part­ner­un­ter­neh­men zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung eine Größe von 1 000 Mit­ar­bei­tern und einen Jah­res­um­satz von 100 Mil­lio­nen Euro nicht über­schrei­ten, aus­drück­lich zur Antrag­stel­lung auf­ge­for­dert.

Fer­ner wird von den Antrag­stel­lern die Bereit­schaft zur pro­jekt­über­grei­fen­den Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Ver­bün­den erwar­tet. Eine beglei­tende Öffent­lich­keits­ar­beit durch die Ver­bund­part­ner, aber auch ihre aktive Betei­li­gung an öffent­lich­keits­wirk­sa­men Maß­nah­men des BMBF ist erwünscht.

Dar­über hin­aus müs­sen die Vor­ha­ben dar­le­gen, wie sie die ange­mes­sene Berück­sich­ti­gung der rele­van­ten recht­li­chen, ethi­schen und sozia­len Aspekte sicher­stel­len. Das gilt vor allem für die Nut­zer­ein­bin­dung bei Pro­ban­den­be­fra­gun­gen und Feld­stu­dien sowie für Ent­wick­lun­gen, die auf einer umfas­sen­den Samm­lung und Ver­ar­bei­tung von Nut­zer­da­ten basie­ren. Ins­be­son­dere sind hier auch recht­li­che Fra­ge­stel­lun­gen der Zulas­sung neuer Mobi­li­täts­mit­tel mit zu betrach­ten.

Der Ver­brei­tung der erreich­ten Ergeb­nisse und der Zusam­men­ar­beit mit den Unter­neh­men der jewei­li­gen Anwen­der­bran­che zur Ver­wer­tung der Ergeb­nisse wird große Bedeu­tung bei­gemes­sen. An den Ver­bund­pro­jek­ten in Phase 2 müs­sen des­halb Part­ner betei­ligt sein, wel­che die For­schungs­er­geb­nisse nach der Fer­tig­stel­lung eines Demons­tra­tors zu einer brei­ten Anwen­dung brin­gen wol­len und kön­nen.

5. Art, Umfang und Höhe der Zuwen­dun­gen

Die Zuwen­dun­gen kön­nen im Wege der Pro­jekt­för­de­rung als nicht rück­zahl­bare Zuschüsse gewährt wer­den.

5.1 Phase 1: – Kon­zept­phase

Für ins­ge­samt bis zu 20 Ein­zel­vor­ha­ben wer­den in Phase 1 jeweils bis zu 100 000 Euro für eine Lauf­zeit von zwölf Mona­ten vor­ge­se­hen. Zuwen­dungs­fä­hig für die Anfor­de­rungs­er­mitt­lung, die Aus­ar­bei­tung des Kon­zepts zur tech­ni­schen Umset­zung sowie zur Ver­net­zung der betei­lig­ten Akteure sind Per­­so­­nal- und Sach­aus­ga­ben.

5.2 Phase 2: – Umset­zungs­phase

Geför­dert wird die tech­ni­sche Umset­zung und Rea­li­sie­rung von bis zu fünf der in Phase 1 ent­wi­ckel­ten Kon­zepte auf Basis der Anfor­de­rungs­er­mitt­lung mit jeweils bis zu 5 Mil­lio­nen Euro über eine Lauf­zeit von bis zu vier Jah­ren. Die För­der­dauer beträgt in der Regel drei Jahre und kann auf vier Jahre erhöht wer­den, wenn am Ende der tech­ni­schen Umset­zung ein umfang­rei­cher Feld­test durch­ge­führt wird. Die­ser sollte nicht in Labo­ren oder geschlos­se­nen Test­feldern statt­fin­den, son­dern in mög­lichst offe­nen Test­fel­dern durch­ge­führt wer­den. Zuwen­dungs­fä­hig sind Mit­tel für die Durch­füh­rung der For­­schungs- und Ent­wick­lungs­pro­jekte (Personal‑, Sach- und Rei­se­mit­tel sowie pro­jekt­be­zo­gene Inves­ti­tio­nen, die nicht der Grund­aus­stat­tung des Antrag­stel­lers zuzu­rech­nen sind).

Bemes­sungs­grund­lage für Hoch­schu­len, For­­schungs- und Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen und ver­gleich­bare Insti­tu­tio­nen sind die zuwen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Aus­ga­ben (bei Hel­m­holtz-Zen­­tren und der Fraun­­ho­­fer-Gesel­l­­schaft die zuwen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Kos­ten), die indi­vi­du­ell bis zu 100 % geför­dert wer­den kön­nen. Bei For­schungs­vor­ha­ben an Hoch­schu­len wird zusätz­lich zu den zuwen­dungs­fä­hi­gen Aus­ga­ben eine Pro­jekt­pau­schale in Höhe von 20 % gewährt.

Bemes­sungs­grund­lage für Zuwen­dun­gen an Unter­neh­men der gewerb­li­chen Wirt­schaft sind die zuwen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Kos­ten, die in der Regel – je nach Anwen­dungs­nähe des Vor­ha­bens – bis zu 50 % anteil­fi­nan­ziert wer­den kön­nen. Nach BMBF-Grun­d­­sä­t­­zen wird eine ange­mes­sene Eigen­be­tei­li­gung – grund­sätz­lich min­des­tens 50 % der ent­ste­hen­den zuwen­dungs­fä­hi­gen Kos­ten – vor­aus­ge­setzt.

Vor­ha­ben von Groß­un­ter­neh­men kön­nen nur dann geför­dert wer­den, wenn die Vor­ha­ben ohne die öffent­li­che För­de­rung nicht oder nicht in die­sem Umfang durch­ge­führt wür­den oder wenn die öffent­li­che För­de­rung zu einer signi­fi­kan­ten Beschleu­ni­gung der Ent­wick­lung führt.

Deil­mann Busi­ness Con­sul­ting ist lang­jäh­rig auf die För­der­mit­tel­be­ra­tung von KMU spe­zia­li­siert. Wir haben bereits zahl­rei­che Pro­jekte mit Finan­zie­rungs­för­de­run­gen und Zuschüs­sen erfolg­reich beglei­tet. Durch unsere bun­des­weit sehr gute Ver­net­zung mit den För­der­insti­tu­tio­nen und unsere Erfah­rung in den Bean­tra­gungs­pro­zes­sen zeich­nen wir uns durch eine pro­fes­sio­nelle Ana­lyse, eine aus­ge­feilte Kon­zep­tion und eine erfolg­rei­che Antrag­stel­lung in der För­der­be­ra­tung aus.

IV. Ver­bes­serte Rege­lun­gen für die Regio­nal­för­de­rung in Sach­­sen-Anhalt

Gute Nach­rich­ten für den hei­mi­schen Mit­tel­stand: Die neuen Lan­des­re­ge­lun­gen für die Inves­ti­ti­ons­för­de­rung in Sach­­sen-Anhalt sind in Kraft getre­ten. Ab sofort pro­fi­tie­ren Unter­neh­men von den ver­bes­ser­ten För­der­be­din­gun­gen. Die wesent­li­chen Ände­run­gen im Über­blick:

Höhere Basis­för­de­rung für KMU‘s

v für Betriebs­stät­ten von klei­nen Unter­neh­men 30 %
v für Betriebs­stät­ten von mitt­le­ren Unter­neh­men 20 %
v für sons­tige Betriebs­stät­ten 5%

des för­der­fä­hi­gen Inves­ti­ti­ons­vo­lu­mens dem Struk­tur­ef­fekt „Tarif­ver­trag /​​ tarif­li­che Ver­gü­tung“ wird mehr Gewicht bei­gemes­sen, Unter­neh­men, die an einen Tarif­ver­trag gebun­den sind bzw. tarif­gleich zah­len, kön­nen die Basis­för­de­rung um 5 % erhö­hen

v die The­men „Unter­neh­mens­nach­folge“ und „F&E“ wer­den künf­tig mit 5 % höhe­rer För­de­rung gegen­über der Basis­för­de­rung berück­sich­tigt
v die „Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie“ und der „Aus­län­der­an­teil an den neuen Mit­ar­bei­tern“ sind neue För­der­schwer­punkte.
v Weg­fall des För­der­aus­schlus­ses von Soft­ware
v künf­tig sind auch in den Ober­zen­tren (Mag­de­burg, Halle, Des­­sau-Roß­lau) gewerb­li­che Tou­­ris­­mus-Inves­­ti­­ti­o­­nen för­der­fä­hig, außer­dem gibt es neue För­der­schwer­punkte für die Tou­ris­mus­bran­che
v eine För­de­rung von Betriebs­ver­la­ge­run­gen inner­halb des Lan­des erfolgt nur noch, wenn neue Arbeits­plätze geschaf­fen und die Mit­ar­bei­ter bei der Ent­loh­nung nicht schlech­ter gestellt wer­den

ACHTUNG! Die attrak­ti­ven För­der­sätze gel­ten nur noch für Vor­ha­ben, die einen Zuwen­dungs­be­scheid in 2017 erhal­ten. Ab 01.01.2018 gel­ten dann jeweils um 5 % abge­senkte För­der­sätze.

Deil­mann Busi­ness Con­sul­ting ist lang­jäh­rig auf die För­der­mit­tel­be­ra­tung von KMU spe­zia­li­siert. Wir haben bereits zahl­rei­che Pro­jekte mit Finan­zie­rungs­för­de­run­gen und Zuschüs­sen erfolg­reich beglei­tet. Durch unsere bun­des­weit sehr gute Ver­net­zung mit den För­der­insti­tu­tio­nen und unsere Erfah­rung in den Bean­tra­gungs­pro­zes­sen zeich­nen wir uns durch eine pro­fes­sio­nelle Ana­lyse, eine aus­ge­feilte Kon­zep­tion und eine erfolg­rei­che Antrag­stel­lung in der För­der­be­ra­tung aus.

Unternehmensberatung aus Essen: Axel Deilmann

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