Neue Chancen für strukturschwache Regionen

Was unternimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), um den Wandel in strukturschwachen Regionen voranzutreiben und zu gleichwertigen Lebensverhältnisse in Deutschland beizutragen? Nachfolgender Überblick verschafft Klarheit:

Mit „Chancen.Regionen“ hat das BMBF ein Konzept zur Förderung strukturschwacher Regionen vorgelegt. Es setzt auf Bildung, Forschung und Innovation und verbindet dabei bewährte Fördermaßnahmen mit ganz neuen Instrumenten – allen voran die Programmfamilie „Innovation & Strukturwandel“. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Bausteine des Konzepts.

Strukturschwache Regionen

Etwa 40 Prozent der Bevölkerung Deutschlands leben in strukturschwachen Regionen. Im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) definieren Bund und Länder strukturschwache Regionen durch einheitliche Indikatoren. In den letzten zehn Jahren lag die Wirtschaftskraft dieser Regionen – gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf – unverändert bei etwa 80 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Forschungs- und Innovationsförderung

Die Forschungs- und Innovationsförderung des BMBF stützt Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den Regionen und sichert durch die strategische und frühzeitige Einbindung von Unternehmen, insbesondere KMU, die wirtschaftliche Verwertung und gesellschaftliche Anwendung der Ergebnisse. Von 2009 bis 2018 flossen rund 45 Prozent der BMBF-Projektfördermittel für Forschung und Entwicklung in die strukturschwachen Regionen.

Programmfamilie „Innovation & Strukturwandel“

Die Innovationsförderung steht im Zentrum des BMBF-Konzepts „Chancen.Regionen“. Bis 2024 plant das BMBF, rund 600 Millionen Euro für mehrere neue Programme bereitzustellen, von denen sichtbare und nachhaltige Impulse in strukturschwachen Regionen ausgehen sollen. „Innovation & Strukturwandel“ setzt an den regional vorhandenen Potenzialen an und ist deshalb bewusst themen- und technologieoffen angelegt. Interdisziplinäre und branchenübergreifende Zusammenarbeit, strategische Anwendungsorientierung und eine offene Innovationskultur stehen dabei im Vordergrund.

„Innovation & Strukturwandel“ baut auf den positiven Erfahrungen mit der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ auf und wird diese langfristig ablösen. Im Rahmen von „Unternehmen Region“ hat das BMBF allein in den letzten zehn Jahren über 1,3 Milliarden Euro in ostdeutsche Innovationsbündnisse investiert.

 Mit „WIR!“ hat das BMBF bereits 2017 ein erstes Pilotprogramm der Programmfamilie gestartet. WIR! fördert die Entstehung neuer, starker Innovationsverbünde. Seit Frühjahr 2019 setzen 20 WIR!-Bündnisse aus Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kommunen und gesellschaftlichen Akteure ihre Innovationsstrategien in den unterschiedlichsten Themen- und Technologiefeldern um.

Die erste WIR!-Auswahlrunde war auf Ostdeutschland begrenzt. Bei der zweiten Förderrunde, die noch in diesem Jahr starten wird, können sich Bündnisse aus strukturschwachen Regionen in ganz Deutschland bewerben.

Noch 2019 wird das BMBF das Förderprogramm „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ starten. RUBIN fördert Bündnisse aus vorrangig kleinen und mittleren Unternehmen und wissenschaftlichen Partnern, die eine gemeinsame Innovationsbasis entwickeln. Das Programm unterstützt die Erschließung zukunftsfähiger Anwendungsfelder und trägt zur Sicherung von Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven in strukturschwachen Regionen bei.

Im Rahmen von „Innovation & Strukturwandel“ werden weitere themen- und akteursoffene Förderprogramme folgen, die an unterschiedlichen Phasen des Innovationsprozesses ansetzen.

Fachförderung

Neben der themenoffenen Förderung setzt das BMBF auf die Fachförderung und auf Zukunftsthemen, die für das Erreichen gleichwertiger Lebensverhältnisse von besonderer Bedeutung sind. Die Förderung des BMBF hat dazu beigetragen, dass in verschiedenen Regionen bereits heute national und international sichtbare, exzellente Forschungs- und Innovationsstrukturen entstanden sind, die den Pfad für eine tragfähige wirtschaftliche Entwicklung ebnen. Eine Reihe weiterer Maßnahmen hierzu startet aktuell oder ist in der Planung.

Unter dem Dach von „FONA“ (Forschung für Nachhaltige Entwicklung) adressiert das BMBF mit mehreren Programmen die Entwicklung von Städten, Regionen und Kommunen . So unterstützt zum Beispiel die Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ Kommunen, die als gleichberechtigte Forschungspartner in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft modellhafte, innovative Lösungen für kommunale Aufgaben erarbeiten und in die Praxis überführen. In einer weiteren, für 2020 geplanten Förderrunde sollen bevorzugt Antragsteller aus strukturschwachen Regionen angesprochen werden.

Das BMBF plant die Einrichtung regionaler Kompetenzzentren der Arbeitsforschung, in denen praxistaugliche Lösungen für die Arbeit und Wertschöpfung in einer digitalisierten „Wirtschaft 4.0“ erforscht, entwickelt und erprobt werden. Die Zentren sollen an Hochschulen angesiedelt werden und eng mit den regionalen Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zusammenarbeiten.

Mit der Förderrichtlinie „Zukunft der Arbeit – Mittelstand innovativ und sozial“ fördert das BMBF die Erforschung, Entwicklung und Umsetzung von neuen Konzepten und Werkzeugen der Arbeitsgestaltung und -organisation, insbesondere durch mittelständische Unternehmen. Die Förderung richtet sich 2019 besonders an Projektpartner aus den sogenannten „Übergangsregionen“ (Ostdeutschland ohne Berlin und ohne die Region Leipzig, plus Regierungsbezirk Lüneburg).

In der Forschungsagenda „Nachhaltige urbane Mobilität“ wurden bereits Anfang 2019 zwei neue Maßnahmen gestartet. Der Wettbewerb „MobilitätsWerkStadt 2025“ fördert Projekte für nachhaltige, innovative lokale Mobilitätskonzepte, die federführend von Kommunen und kommunalen Betrieben durchgeführt werden. Die Fördermaßnahme „MobilitätsZukunftsLabor 2050“ zielt auf forschungsbasierte Impulse für nachhaltige Mobilitätskonzepte der Zukunft – insbesondere durch die Verknüpfung von sozialen und technologischen Innovationen. Die Maßnahmen laufen bundesweit, sind jedoch durch ihre thematische Ausrichtung besonders attraktiv für strukturschwache Regionen.

Die 2019 startende Maßnahme stellt regional fokussierte, interdisziplinäre und partizipative Modellprojekte in den Vordergrund, die das Potenzial haben, die Gesundheits- und Krankenversorgung in strukturschwachen ländlichen Regionen nachhaltig zu verbessern.

Hochschul- und Wissenschaftssystem

Mit insgesamt 50 Universitäten, 107 Fachhochschulen und 135 Einrichtungen der vier großen Forschungsorganisationen tragen Bund und Länder gemeinsam eine dichte Wissenschafts- und Forschungslandschaft in den strukturschwachen Regionen Deutschlands.

Universitäten und Hochschulen

Zu einer Stärkung der Hochschulen – auch und gerade in vielen strukturschwachen Regionen – trägt das BMBF mit unterschiedlichen Instrumenten bei. Dazu zählen unter anderem:

Das Bundesforschungsministerium unterstützt mit dem Förderprogramm „Forschung an Fachhochschulen“ anwendungsorientierte, vornehmlich interdisziplinäre Forschung und Entwicklung und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs an Fachhochschulen. Von 2008 bis 2018 haben bundesweit mehr als 130 Fachhochschulen mit über 1.400 Forschungsvorhaben und über 430 Millionen Euro davon profitiert.

Die Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ nimmt die – neben Forschung und Lehre – dritte Mission „Transfer und Innovation“ in den Blick und richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Universitäten sowie an Fachhochschulen. Die Förderinitiative ist mit bis zu 550 Millionen Euro für zwei Auswahlrunden à fünf Jahre ausgestattet.

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Die Prozesse der Stärkung und Neugründung von Einrichtungen unterstützt das BMBF nachdrücklich in seiner engen Begleitung der Forschungsorganisationen und setzt auf diese Weise auch in strukturschwachen Regionen nachhaltige Impulse.

Allen vier großen Forschungsinstitutionen kommt für die Innovationssysteme in den strukturschwachen Regionen eine wichtige Bedeutung zu. Die Ansiedlung von Einrichtungen der Forschungsorganisationen basiert dabei grundsätzlich auf den jeweiligen inhaltlichen Strategien sowie im Wettbewerb der Regionen nach dem Exzellenz-Prinzip. Über die Anknüpfung an regionale Kompetenzen und die Schaffung guter Rahmenbedingungen entstehen so auch in strukturschwachen Regionen weitere institutionelle Leuchttürme. In Ostdeutschland stehen zur Finanzierung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen überproportionale Mittel aus dem Solidarpakt II zur Verfügung.

Bildung und Weiterbildung

Wohnortnahe Bildungsangebote, attraktive Ausbildungsmöglichkeiten, die Passgenauigkeit von Ausbildungsangeboten und -nachfrage oder der Zugang zu weiterführender Hochschulbildung sind zunehmend wichtige Standortfaktoren und Voraussetzungen für regional gleichwertige Bildungschancen. Deshalb fördert das BMBF konsequent die Verbesserung von Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Bildungsinfrastruktur und Bildungsmanagement

Ein wichtiger Schritt hin zu gleichwertigen Lebensverhältnissen ist die Sicherung und Fortentwicklung der Bildungsinfrastruktur, die das BMBF mit unterschiedlichen Maßnahmen adressiert.

Mit dem „Digitalpakt Schule“ stellt das BMBF den Ländern 5 Milliarden Euro für Investitionen in die digitale Infrastruktur von Schulen zur Verfügung, um bundesweit eine gleichwertige digitale Ausstattung in Schulen zu ermöglichen.

Berufliche Bildung

Mit zahlreichen Programmen unterstützt das BMBF die berufliche Bildung. Aufgrund des gravierenden Fachkräftemangels in vielen strukturschwachen Regionen ist dies vor allem für kleine und mittlere Unternehmen von Bedeutung.

Die bundesweit eingerichteten überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) sind wesentliche Akteure für hochwertige und moderne Qualifizierungsangebote in der Berufsbildung. Dafür investieren das BMBF und das BMWi gemeinsam seit mehr als vier Jahrzehnten in deren Gebäude und Ausstattung sowie seit einigen Jahren auch in die Weiterentwicklung von ÜBS zu Kompetenzzentren und in digitale Ausstattung. Dem stärkeren Unterstützungsbedarf in den strukturschwachen Regionen wird im Rahmen der ÜBS-Förderung bereits seit 1989 über erhöhte Bundeszuschüsse Rechnung getragen.

Mit dem Bundeswettbewerb „Innovationscluster für eine exzellente berufliche Bildung“ fördern wir innovative Ideen für eine attraktive und gleichwertige berufliche Bildung. Für die erste Phase (Konzeptphase) des Wettbewerbs konnten bis Ende April 2019 Projektvorschläge eingereicht werden. Auch für strukturschwache Regionen kann der Wettbewerb einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.

Bildungsforschung

Um Angebote für die heterogenen Bedarfe im Bildungsbereich zu entwickeln, ist eine kontinuierliche Erweiterung und Verbesserung unserer Wissensbasis notwendig. Mit dem „Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung“ werden die Weichen für eine strategische und zielgerichtete Weiterentwicklung der Bildungsforschung gestellt. Ziel ist es, die Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung verstärkt und systematisch in die Anwendungspraxis zu bringen.

Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung

Kooperation auf EU-Ebene

Mit den ESI-Fonds (ESIF) und den EU-Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation (FRP) werden Exzellenz und Wettbewerbsfähigkeit mit jeweils unterschiedlichen Zielrichtungen gefördert. Die Investitions- und Strukturfonds (ESI-Fonds) der Europäischen Union unterstützen Wachstum und Beschäftigung insbesondere in den Regionen mit Entwicklungsrückstand. In der Förderperiode 2014 – 2020 stehen hierfür in Deutschland ca. 17,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Das BMBF ist am Programm des Bundes zur Umsetzung des Europäischen Sozialfonds (ESF) beteiligt. In fünf Förderprogrammen mit einem ESF-Budget von insgesamt rund 287 Millionen Euro werden Arbeitsmarkt- und Bildungsmaßnahmen unterstützt. Ziel der FRP ist es hingegen, zum Aufbau einer unionsweiten wissens- und innovationsgestützten Gesellschaft und Wirtschaft beizutragen.

Das BMBF unterstützt die strategische Abstimmung zwischen beiden Förderprogrammen durch einen „nationalen Dialog“, der zu einer besseren Verknüpfung der Maßnahmen und zwischen einzelnen Projekten führen soll. Der kohärente Einsatz der Finanzmittel für Forschung und Innovation ist in besonderem Maße für strukturschwächere Regionen von Bedeutung.

Bilaterale internationale Forschungskooperationen

Für viele strukturschwache Regionen sind zudem bilaterale internationale Forschungskooperationen von hoher Bedeutung. Dies gilt insbesondere für Ostdeutschland und seine über viele Jahre gewachsenen, intensiven Beziehungen zu angrenzenden Ländern und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Das schlägt sich z.B. in der überproportionalen Beteiligung ostdeutscher Forschungseinrichtungen an gemeinsamen Förderbekanntmachungen des BMBF mit diesen Ländern nieder. Durch die Förderung bilateraler Projekte und weitere Maßnahmen unterstützen wir den Erhalt und Ausbau dieser wissenschaftlichen Kooperationen.

Experimentraum „REGION.innovativ“

Damit unsere Förderung in den Regionen optimal ineinandergreift, stimmen wir unsere Maßnahmen aus dem Forschungs-, Wissenschafts- und Bildungsbereich miteinander ab. Wir beobachten und analysieren kontinuierlich die Herausforderungen und Handlungsbedarfe in strukturschwachen Regionen und wollen unsere Förderinstrumente durch explorative und experimentelle Vorhaben weiter verbessern. Wichtig ist uns, hierbei offen für Impulse aus den Regionen und für gemeinsame Lernprozesse zu sein. Wir unterstützen daher Bottom-up-Initiativen und Prozesse vor Ort, mit denen neue Ansätze für eine innovationsbasierte, nachhaltige Entwicklung in den Regionen erprobt werden.

50% Zuschuss zur Entwicklung von Mikroelektronik Industrie 4.0

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Verbundforschungsprojekte zur Entwicklung neuer Elektroniksysteme, die signifikant zur Umsetzung des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 beitragen. Damit sollen unter anderem Voraussetzungen geschaffen werden, Künstliche Intelligenz (KI) in die Anwendung zu bringen und den Einsatz autonomer Systeme in der industriellen Produktion zu steigern.

Unternehmen des Maschinenbaus und der Industrieautomatisierung sowie deren Technologiezulieferer und Forschungspartner in Mikroelektronik und Sensorik tragen erheblich zur Wettbewerbsfähigkeit und damit zum Wohlstand Deutschlands bei. Umfassende Digitalisierung von Produktionsprozessen und Betriebsabläufen stehen unter der Perspektive Industrie 4.0 im Fokus industrieller Innovationen. Dabei kommt Aspekten der Automatisierung, der Virtualisierung, der prädiktiven Wartung, der Steigerung der Flexibilität und der autonomen Organisation von Produktionsanlagen, -systemen und -prozessen – unter Berücksichtigung der Echtzeitfähigkeit, Resilienz und funktionalen Sicherheit neuer Lösungen – eine wichtige Rolle zu. Weitere zentrale Felder von Forschung & Entwicklung sind die Bildung von unternehmensübergreifenden Produktionsnetzwerken vor dem Hintergrund des sicheren Umgangs mit Daten, Informationen und Eigentumsrechten sowie die zunehmende Interoperation zwischen Menschen und Maschinen.

Ausgangspunkt der Wandlungsprozesse ist der Einsatz modernster Mikroelektronik und Sensorik, wodurch die voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung technisch erst möglich werden. Es bedarf sowohl neuer als auch auf künftige Anforderungen hin entwickelter Elektroniksysteme. Sie bilden die Grundlage für eine neue Generation intelligenter und autonomer Produktionssysteme, indem sie beispielsweise Methoden des Maschinellen Lernens und der KI für industrielle Anwendungen nutzbar machen sowie eine sichere dezentrale Prognosefähigkeit und Kommunikation ermöglichen.

1.    Förderziel

Förderziel ist die Erforschung von elektronischen Komponenten und Systemen zur Realisierung einer intelligenten, flexiblen und vernetzten Produktion (Industrie 4.0). Zuwendungszweck ist die vorwettbewerbliche Zusammenarbeit in dem Förderziel dienenden Verbundforschungsprojekten von Wirtschaft und Wissenschaft. Die Förderung soll die Innovationskraft entlang der Wertschöpfungskette der Industrie am Standort Deutschland stärken.

Für Vorhaben im Sinne dieser Förderrichtlinie kommt der engen Zusammenarbeit von Unternehmen, vor allem auch KMU, Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie der nachhaltigen Stärkung der Wertschöpfungsketten von der Elektronik hin zu den Systemintegratoren eine besondere Bedeutung zu. Dabei wird den KMU eine wichtige Rolle beim Transfer von Forschungsergebnissen in wirtschaftliche Erfolge zugeschrieben. Die Berücksichtigung von Aspekten der akademischen Ausbildung im Rahmen der Forschungsprojekte wird begrüßt.

2.    Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind F&E-Aufwendungen im Rahmen industriegetriebener, vorwettbewerblicher Verbundvorhaben zum Thema „Mikroelektronik für Industrie 4.0“. Die Vorhaben müssen über Innovationen im Bereich der Elektroniksysteme mehrere der folgenden Zielstellungen verfolgen:

  • Steigerung der Effizienz, Flexibilität und Individualität in der Produktion und Logistik,
  • Steigerung der Autonomie von Produktionsanlagen,
  • prädiktive Wartung von Produktionsanlagen und verbesserte Überwachung von Industrieprozessen,
  • Steigerung der Energieeffizienz von Sensorsystemen bis hin zur Energieautarkie (Vereinfachung der Infrastruktur durch Wegfall von Verkabelung),
  • Vernetzen von Produktionsanlagen und -prozessen, auch über Unternehmensgrenzen hinaus,
  • durchgängige Digitalisierung der Produktion,
  • Verkürzung der Produktentwicklungszyklen,
  • Etablierung eines Produktlebenszyklus-Managements,
  • Ermöglichen einer sicheren und effizienten Kooperation zwischen Mensch und Maschine.

Um einen signifikanten Beitrag zur Realisierung von Industrie 4.0 zu leisten, sollen die geplanten F&E-Arbeiten zu Elektroniksystemen insbesondere in folgenden Bereichen den Stand der Technik deutlich übertreffen:

  • leistungsfähige und aufeinander abgestimmte Hardware- und Softwarekomponenten zur energieeffizienten Datenerfassung und -verarbeitung,
  • neue Hardware-Konzepte, Schaltungen und Systeme, die auf Methoden der KI bzw. des Maschinelles Lernens hin optimiert sind,
  • dezentrale Datenverarbeitung sowie Maßnahmen zur Datenreduktion und Datenvorverarbeitung für Echtzeit-Prozesssteuerung,
  • Sensordatenfusion,
  • Messverfahren und Sensorkonzepte,
  • Beschleunigung des Systementwurfs durch Einsatz und Entwicklung neuer EDA-Werkzeuge (Electronic Design Automation).

Bei allen Anwendungen kommt den Querschnittsthemen Echtzeitfähigkeit, Zuverlässigkeit, elektromagnetische Verträglichkeit, Robustheit, Resilienz, Vernetzungsfähigkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit für den Einsatz im industriellen Umfeld eine wichtige Bedeutung zu. Ebenso sollte die Anpassung an standardisierte und weit verbreitete industrielle digitale Kommunikationsprotokolle angestrebt und das Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0 berücksichtigt werden. Folgende weitere Querschnittsthemen sind bei der Planung der Vorhaben zu berücksichtigen:

  • hardwaregestützte Implementierung von Identifikations- und Sicherheitsfunktionalitäten,
  • neue Ansätze zu sogenannten Self-X-Eigenschaften wie Selbstdiagnose, -konfiguration, -optimierung, -reparatur, etc. und insbesondere deren Anforderungen an die Performance von Hardware.
  • Gefördert werden Verbundvorhaben, die sich an konkreten industriellen Anwendungen orientieren und sich durch ein hohes wissenschaftlich-technisches und wirtschaftliches Risiko sowie eine große Breitenwirksamkeit auszeichnen.

3.    Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Das BMBF ist bestrebt, den Anteil von KMU sowie Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Forschungsförderung zu erhöhen. Hochschulen, Fachhochschulen und technische Hochschulen sind deshalb besonders aufgefordert, sich an den Verbundvorhaben zu beteiligen. Voraussetzung für die Förderung ist die Zusammenarbeit mehrerer unabhängiger Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Lösung von gemeinsam vereinbarten Forschungsaufgaben (Verbundvorhaben). Die Forschungsaufgaben und -ziele müssen den Stand der Technik deutlich übertreffen und durch ein hohes wissenschaftlich-technisches sowie wirtschaftliches Risiko gekennzeichnet sein. Die Vorhaben müssen die genannten Anforderungen an ihre wissenschaftlich-technische Zielsetzung erfüllen und sollen die Grundlage für weiterführende Innovationsprozesse legen. Die Förderung ist in der Regel auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt.

4.    Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung mit bis zu 50% bezuschusst gewährt.

50% Zuschuss zur Weiterentwicklung des Softwaresystems BaSys 4.0

1.    Förderziel

Die Wirtschaft steht an der Schwelle zur 4. industriellen Revolution. Eine wachsende Dynamik der Märkte, wachsende globale Konkurrenz, steigende Variantenzahlen und die zunehmende Nachfrage nach kundenindividuellen Produkten bis hin zur Losgröße Eins sind die derzeitigen und künftigen ökonomischen Herausforderungen. Damit sich Unternehmen erfolgreich behaupten bzw. positionieren können, sind die möglichst weitreichende Digitalisierung und Vernetzung der Prozesse nicht nur Voraussetzung für Flexibilität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit, sondern eröffnen zusätzlich Potenzial für neue Geschäftsmodelle auf der Basis softwarenaher Dienstleistungen oder Softwareservices. Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) gelten dabei als Schlüsseltechnologien für Industrie 4.0 und sind gleichermaßen Treiber für die Digitalisierung in Handel, Gewerbe oder Dienstleistungssektor.

Während die Digitalisierung von Geschäftsprozessen in Handel und Wirtschaft in den letzten Jahren bereits weitgehend umgesetzt wurde, konnten in der Vergangenheit bei der Digitalisierung von Produktionsprozessen meist nur Individuallösungen etabliert werden. Es fehlt oft die durchgängige Vernetzung von digitalisierten Geschäfts- und Produktionsprozessen. In der Folge fällt es vielen Unternehmen schwer, sich auf zunehmend variable Produktionsprozesse und heterogene Kommunikationssysteme einzustellen. Die bestehende Vielfalt einer zunehmenden Zahl von digitalisierten Maschinen- und Anlagenkomponenten hat eine Komplexität zur Folge, die unwirtschaftlich ist und die geforderte Flexibilität einschränkt. Damit fehlen entscheidende Voraussetzungen für eine durchgängige Vernetzung von digitalisierten Geschäfts- und Produktionsprozessen, was ein Innovationshemmnis darstellt. Durch innovative technologieoffene und interoperable IT-Lösungen besteht jedoch die Chance, ein hohes Wertschöpfungspotenzial zu realisieren.

Der aktuelle Stand der Technik bei der Nutzung von IKT für Industrie 4.0 zeigt den Bedarf nach einer Unterstützung von Produktionsprozessen durch deren umfassende, interoperable und adaptive Verknüpfung von eingebetteten IT-Systemen miteinander und mit Produktionssteuerungssystemen.

Um dies mit breiter Wirkung über Unternehmensgrenzen hinweg zu erreichen, werden in der Praxis standardisierte bzw. automatisierte und möglichst einfach in etablierte Standards überführbare Datenformate, Kommunikationsprotokolle, Daten-, Prozess- oder Architekturmodelle bzw. -beschreibungen etc. benötigt. Kern der meisten industrienahen IKT-Softwareprojekte ist daher die Harmonisierung von Schnittstellen, um die essenzielle Interoperabilität zwischen Maschinen, Geräten, Automatisierungs- und Softwarekomponenten herstellen zu können. Als Architektur für Industrie 4.0 hat sich RAMI 4.0 etabliert. All dies sind Herausforderungen für die durchgängige flexible Produktion als Kern der meisten Wertschöpfungsketten. Bei deren Realisierung sind vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) jedoch die Umsetzungshürden wegen des damit verbundenen Entwicklungsrisikos und Aufwandes besonders hoch.

Ziel dieser Bekanntmachung ist es, innovative Entwicklungen auf der Grundlage des technologieoffenen und auf RAMI 4.0 aufbauenden Basissystems 4.0 (BaSys 4.0) zu fördern, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch die Nutzung intelligenter Daten Mehrwert generieren, nutzbar machen und neue bisher nicht genutzte Potenziale erschließen. Dabei stehen die Entwicklung von generischen Methoden und technischen Lösungen zur Reduzierung von individuellen Lösungen bei der Vernetzung bzw. Kopplung von Produktionssystemen mit Softwaresystemen sowie bei der Daten- und Anwendungsintegration im Vordergrund. Die Förderung in dieser Maßnahme adressiert Projekte, die einerseits auf der konsequenten Anwendung des Standes der Technik von BaSys 4.0 grundsätzlich für die Industrie geeigneter IKT-Technologien, Anwendungen, Komponenten, Softwaresysteme und Standards basieren und andererseits auf der branchenspezifischen Weiterentwicklung der vorgenannten technischen Basis aufsetzen. Besonders für KMU hat dabei die Erschließung des Digitalisierungspotenzials in den KMU und deren softwaretechnisch standardkonforme Ausrichtung eine große Bedeutung, weil dies die Voraussetzung für IKT-basierende unternehmensübergreifende Wertschöpfungsketten ist. Damit wird der Ausbau des Technologie- und Wettbewerbsvorsprungs im Bereich Industrie 4.0 am Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland vorangetrieben.

2.     Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind anwendungsgetriebene industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die Konzepte und Technologien von BaSys 4.02verwenden, einen branchenspezifischen Beitrag zur Weiterentwicklung und Erweiterung von BaSys 4.0-Komponenten liefern und darüber hinaus einen Beitrag zur Ver­breitung der oben genannten Technologie in der industriellen Anwendung leisten.

BaSys 4.0 ist ein plattformunabhängiges modulares Softwaresystem, das dem Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0 (Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0), den Konzepten der Verwaltungsschale sowie Kommunikationsstandards wie z. B. OPC-UA (Open Platform Communications Unified Architecture) entspricht und folgende Komponenten enthält:

  • Applikationsumgebung mit beispielhaften typischen Industrie 4.0-Komponenten, die wiederum standardisierte Schnittstellen zu typischen Software-Diensten (Basis-Dienste) aufweisen
  • Typische Basis-Dienste (Middleware-, Echtzeit-, Status-Dienste, lokale Dienste)

Dabei werden als Weiterentwicklung oder Erweiterung die Schaffung von kompatiblen Industrie 4.0-Komponenten betrachtet, die bisher nicht innerhalb der BaSys 4.0-Referenzarchitektur bzw. den Demonstratoren des gleichnamigen Projektes umgesetzt und evaluiert wurden und daher zur Diversifizierung geeignet sind. Ausführungsformen können plattformunabhängige ergänzende Softwarekomponenten, -lösungen oder -dienste sein.

Innerhalb des zuvor genannten technischen Rahmens wird ein breites Themenspektrum adressiert: Gefördert werden die Entwicklung oder Erprobung der oben genannten Technologiebasis sowie deren Weiterentwicklung, die Entwicklung innovativer Systemansätze sowie die Entwicklung darauf basierender digitaler Dienstleistungen.

Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für Industrie 4.0 vorrangig mit folgenden Inhalten:

  • Unternehmensübergreifende Interoperabilität und Adaptivität
  • Integration von produktionsrelevanter Sensorik oder Steuerungen von Maschinen, Anlagen oder Robotik (inklusive Transportrobotik)
  • Nachrüstung älterer Bestandssysteme mit Sensorik/Cyber-Physical Systems und Anbindung an IT-Systeme
  • Ganzheitliche Datennutzung, Anwendungs-, Daten- und Systemintegration
  • Interoperable adaptive Prozessplanung, -optimierung und -steuerung in Verbindung mit typischer Business-Software (ERP, MES, PLM, Planungssysteme usw.)
  • Flexibles automatisiertes Matching/Transformation von Daten- und Prozessmodellen durch Adapter, Konnektoren, Bridges usw.
  • Verlässlichkeit von Industrie 4.0-Systemen (z. B. Softwarequalität und -sicherheit, Vertrauenswürdigkeit, Aktualisierbarkeit)
  • Schaffung intuitiver Mensch-Maschinen-Interaktions-Mechanismen zur Bedienung und insbesondere Konfiguration und Systemanpassung bei sich ändernden Auftrags- oder Produktionsbedingungen
  • Digitalisierung und Verknüpfung von Geschäfts- und Produktionsprozessen

Die Lösungen können in einem breiten Spektrum von Anwendungsfeldern und Branchen zur Anwendung kommen, etwa: Fahrzeugbau, Maschinenbau und Automatisierung, Montage und Fertigung – insbesondere Kleinserienfertigung, Produktions- und Transportlogistik, IKT-Wirtschaft sowie Softwareservices für digitale Dienstleistungen zu allen vorgenannten Anwendungsfeldern.

3.    Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Verbünde aus Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Einbindung von KMU sind ausdrücklich bei der Abtragstellung gewünscht. Darüber hinaus sind nach nationalen Vorgaben mittelständische Unternehmen antragsberechtigt, wenn sie einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Größe von 1 000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro nicht überschreiten.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt werden.

4.    Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung mit bis zu 50% bezuschusst gewährt. Die Förderung eines Vorhabens ist in der Regel auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt und ist die Fördersumme von 750 000 Euro nicht zu überschreiten. Der Förderanteil des/der KMU muss 50 % der gesamten Fördersumme in einem Verbundvorhaben betragen.

Zuschuss für Sanierung und Erneuerung von Erdwärmeheizungen

Das Land NRW bezuschusst im Rahmen der GEOTHERMIE-Förderung die Sanierung alter Anlagen und die Erneuerung von Erdwärmeheizungen.

Ab sofort können wieder Anträge im Rahmen der Förderung für Erdwärme gestellt werden. Mit dem Programm Markteinführung fördert die nordrhein-westfälische Landesregierung die breite Markteinführung umweltfreundlicher Energietechniken.

Zuschüsse werden für den Einbau erneuerbarer Heizsysteme, Wärmenetze, Energiespeicher und andere Maßnahmen bezahlt. Erdwärmeheizungen werden in Verbindung mit Sonden, Kollektoren und Brunnen gefördert:

1. Neubauförderung

  • Erdwärmesonden (bis 400 Meter Tiefe): 5 € pro Meter
  • Erdwärmekollektoren: 3,25 € pro Quadratmeter
  • Brunnenbohrungen (bis 400 Meter Tiefe): 1 € pro Liter (Pumpenleistung pro Stunde)

2. Bestand- / Altbauförderung

  • Erdwärmesonden (bis 400 Meter Tiefe): 10 € pro Meter
  • Erdwärmekollektoren: 6,5 € pro Quadratmeter
  • Brunnenbohrungen (bis 400 Meter Tiefe): 1 € pro Liter (Pumpenleistung pro Stunde)

Voraussetzungen für die Förderung ist die Auslegung der Anlage nach der VDI-Richtlinie 4640 und fachgerechte Montage durch einen Fachunternehmer, die Entsprechung mit den wasserwirtschaftlichen Anforderungen des Landes und die Erfüllung der Mindestkriterien für die Jahresarbeitszahl des bundesweiten Marktanreizprogramms (3,8 bei Wohngebäuden, 4,0 bei Nichtwohngebäuden).

Anträge können ab sofort gestellt werden. Das Programm richtet sich primär an private Eigentümerinnen und Eigentümer sowie kleine und mittelständische Unternehmen.

Regionalpartner im Netzwerk „Mittelstand Rhein Ruhr“

Das regionale Netzwerk www.mittelstand-rhein-ruhr.de wird betrieben von der emivo GmbH aus Schwerte. Das Netzwerk ist ein aktiver Business-Club für die Region Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Mönchengladbach und Wuppertal sowie Umgebung. Seit Januar 2019 ist Deilmann Business Consulting neuer Regionalpartner. Seine Schwerpunktthemen liegen in den Bereichen Finanzierungen, Fördermittel und Controlling.

In regelmäßigen Netzwerkabenden finden verschiedene Veranstaltungen durch die Partner zu nachfolgenden Themen statt.

  • Arbeitsrecht
  • Beteiligungskapital
  • Gesundheitsmanagement
  • Büro- und Arbeitswelten
  • Controlling, Kostenmanagement
  • Energiemanagement
  • Erbrecht, Nachfolge
  • Finanzierung, Fördermittel
  • Forderungsmanagement, Wirtschaftsinformationen
  • Fuhrparkmanagement
  • Führung, Coaching
  • Gewerblicher Rechtsschutz
  • Handels-/Gesellschaftsrecht
  • Immobilien
  • IT, Digitalisierung
  • IT-Recht und Datenschutz
  • Mergers & Acquisitions (M&A)
  • Rückschau
  • Online-Marketing
  • Organisation, Reorganisation
  • Personalmanagement
  • PR, Öffentlichkeitsarbeit
  • Steuerberatung
  • Steuerrecht
  • Strategie und Organisation
  • Verkehrsrecht
  • Geldanlage, Vermögensmanagement
  • Versicherungen
  • Versicherungsrecht
  • Vertrieb, Verkauf
  • Vorschau
  • Werbung, Kommunikation
  • Wirtschaftsprüfung

Kooperation mit omegaconsulting

Seit Januar 2019 kooperieren die mittelständischen Unternehmensberatungen Deilmann Business Consulting aus Essen und die omegaconsulting GmbH aus Landshut im Bereich der Unternehmensnachfolge und M&A. Beide Firmen sind langjährig in diesen Geschäftsfeldern erfolgreich aktiv. Die Kooperation mit den sich ergänzenden Fachbereichen wie Personalwesen, welche insbesondere omegaconsulting GmbH in die Kooperation einbringt und die weiteren Themen wie Finanzierungen, Öffentliche Fördermittel, Controlling sowie Restrukturierungen und Sanierungen, welche insbesondere Deilmann Business Consulting in die Partnerschaft einbringt, erweitern die Geschäftsfelder und bieten somit wechselseitige Synergien. Diese wiederum kommen den mittelständischen Unternehmen als Mandanten unmittelbar zugute.

omegaconsulting GmbH ist seit 20 Jahren kompetenter Berater für alle Themen rund um die Unternehmensnachfolge, M&A und Personal. Sie beraten leidenschaftlich und von Herzen gern, fundiert, zielgerichtet und vor allem persönlich – von der Planung bis zur Umsetzung und darüber hinaus. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen in diesen Bereichen wissen sie genau, wovon sie sprechen, denn sie selbst und auch ihre Partner kommen aus der Praxis. omegaconsulting GmbH hat Unternehmen geführt, gekauft, verkauft und selber die Nachfolge gestellt. Die langjährige Erfahrung und die damit erworbenen Kenntnisse über die Bedürfnisse aller beteiligten Parteien ermöglichen es omegaconsulting GmbH, optimale Lösungen zu finden. Das Ziel lautet: Wir bringen zusammen, was zusammen passt.

Deilmann Business Consulting ist seit 2011 als Unternehmensberatung aus Essen, im Herzen des Ruhrgebiets, mit den Schwerpunktthemen der Fördermittelberatung, dem Aufbau und der Pflege von Controlling-Systemen, der Krisenmanagementberatung, d.h. der Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der Nachfolgeberatung im Mittelstand erfolgreich tätig. Als Unternehmensberater versteht sich Deilmann Business Consulting als Partner der mittelständischen Wirtschaft. Unser gemeinsames Ziel ist es: Unternehmen nachhaltig wirtschaftlich und technologisch wertvoller und zukunftsfähiger zu machen.

Weitere Informationen zu dem Unternehmen finden Sie unter https://www.omegaconsulting.de

Zukunft der Arbeit: Mittelstand – Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen | Förderung mit bis zu 50% Zuschuss

Mit der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen für den Forschungsschwerpunkt „Zukunft der Arbeit: Mittelstand – innovativ und sozial“ im Rahmen des F&E-Programms „Zukunft der Arbeit“ als Teil des Dachprogramms„Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das technische und soziale Innovationspotenzial mittelständischer Unternehmen zu stärken, indem neue Konzepte und Werkzeuge der Arbeitsgestaltung und -organisation erforscht, entwickelt und umgesetzt werden.

1. Zuwendungszweck

Die fortschreitende Digitalisierung prägt schon heute die Art, wie Produktions- und Dienstleistungen erbracht werden können. Wirtschaft und Gesellschaft stehen gemeinsam vor der Herausforderung, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um Qualität und Produktivität der Arbeitswelt zu steigern. Mit diesem Ziel müssen nachhaltige Digitalisierungskonzepte sowie Umsetzungsstrategien entwickelt werden, die neue Technologien, vorhandene Stärken und Strukturen sowie die Bedürfnisse der Menschen gleichermaßen berücksichtigen.

Dem Mittelstand kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Über 30 Mio. Menschen sind in rund 3,7 Mio. kleinen und mittelständischen Unternehmen beschäftigt und bilden einen Motor für Wachstum und Innovationen. Eine zukunftsfähige Arbeitswelt ist daher auf einen zukunftsfähigen Mittelstand angewiesen.

Die geförderten Projekte sollen dabei von konkreten betrieblichen Anwendungsfällen ausgehen und Fragestellungen zum digitalen Wandel der Arbeitswelt thematisieren, die eine Verwertbarkeit der Ergebnisse auch in anderen Unternehmen erwarten lassen. Die Vorhaben sollen konkrete Gestaltungsmöglichkeiten exemplarisch darstellen und erproben, die für die Arbeitswelt von morgen zum Standard werden können. Sie sollen dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen im betrieblichen Alltag zu verbessern, Arbeitsplätze in Deutschland langfristig zu sichern bzw. neue Arbeitsplätze zu generieren und einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu leisten.

Im Rahmen dieser Wettbewerbsausschreibung ist das BMBF bestrebt, verstärkt die deutschen Übergangsregionen zu fördern. Partner aus diesen Regionen sind deshalb besonders aufgefordert, sich an den Verbundprojekten zu beteiligen.

2. Gegenstand der Förderung

Die Förderrichtlinie ist eingebettet in das BMBF-Programm „Zukunft der Arbeit“. Das Programm hat das übergeordnete Ziel, gleichermaßen technologische und soziale Innovationen voranzubringen. Neue Arbeitsprozesse sollen gefördert und durch ein Miteinander der Sozialpartner vorangebracht werden. Die direkte Verwertbarkeit in Unternehmen und damit die Entfaltung einer gesellschaftlich relevanten Wirkung ist ein wesentliches Ziel. Der Kooperation mit kompetenten Umsetzungsträgern wird dabei große Bedeutung beigemessen.

Gefördert werden risikoreiche, unternehmensgetriebene und anwendungsorientierte Verbundprojekte, die ein arbeitsteiliges und interdisziplinäres Zusammenwirken von Unternehmen, Forschungspartnern und gegebenenfalls weiteren relevanten Akteuren erfordern. Die F&E-Themen müssen in einer vorwettbewerblichen Zusammenarbeit aufgegriffen werden, die auch entsprechende mittelständische Unternehmen einschließen soll. Zur Verwirklichung einer zukunftsweisenden, innovativen und sozialen Arbeitswelt sollen Inhalte entlang der neun Handlungsfelder des Programms „Zukunft der Arbeit“ bearbeitet werden:

  1. Soziale Innovationen durch neue Arbeitsprozesse ermöglichen
  2. Neue Arbeitsformen im Kontext von Globalisierung und Regionalisierung erforschen
  3. Arbeiten im Datennetz – digitale Arbeitswelt gestalten
  4. Kompetenzen im Arbeitsprozess entwickeln
  5. Neue Werte zwischen Produktion und Dienstleistung kreieren
  6. Mensch-Maschine-Interaktion für das neue digitale Miteinander
  7. Potenziale der Flexibilisierung für Beschäftigte und Unternehmen erschließen
  8. Gesundheit durch Prävention fördern
  9. Zukunft der Arbeit durch Nachhaltigkeit sichern – ökonomisch, ökologisch, sozial

3. Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind:

  1. kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und mittelständische Unternehmen,
  2. staatliche und nicht-staatliche Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen), außeruniversitäre Forschungseinrichtungen,
  3. Kammern und Verbände.

Im Rahmen dieser Wettbewerbsrunde sind Partner aus den deutschen Übergangsregionen besonders aufgefordert, sich an den Verbundprojekten zu beteiligen. Das BMBF ist zudem bestrebt, den Anteil der Fachhochschulen in der Forschungsförderung zu erhöhen.

KMU im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung sowohl maximal 1.000 Beschäftigte als auch einen Jahresumsatz von maximal 100 Mio. Euro aufweisen.

4. Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nichtrückzahlbarer Zuschuss gewährt. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen, die in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 50 % anteilfinanziert werden. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Künstliche Intelligenz für IT-Sicherheit  – F&E-Förderung mit bis zu 50% Zuschuss

Im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit „Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015 bis 2020“, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forschungsprojekte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) für IT-Sicherheit. Die fortschreitende Entwicklung im Bereich der KI birgt ein großes Potenzial zur Verbesserung der IT-Sicherheit. Deutschland besitzt sowohl bei der Forschung zu KI als auch zu IT-Sicherheit große Kompetenzen. Es gilt nun, die Zusammenarbeit dieser beiden Bereiche enger zu verzahnen um Innovationen zu befördern und gegenseitige Synergien zu nutzen.

1. Zuwendungszweck

Mit der fortschreitenden Digitalisierung bieten die immer komplexeren IT-Systeme eine Vielzahl von Angriffsflächen. Die Zahl der auf die Systeme durchgeführten Attacken ist riesig und die Angriffsmethoden verändern sich fortwährend. Erkennung und Abwehr dieser Angriffe stellen die Betreiber der Systeme vor immer größere Herausforderungen: Abwehrstrategien für komplexe Systemlandschafen sind oft sehr speziell und müssen auf sich schnell verändernde Angriffe angepasst werden. Außerdem besteht die Notwendigkeit, Angriffe in Echtzeit zu erkennen, um rechtzeitig auf sie zu reagieren. Der Einsatz maschineller Lernverfahren und Künstlicher Intelligenz (KI) kann dazu dienen, dass vernetzte IT-Systeme sich in Zukunft eigenständig auf neue Bedrohungen einstellen. Der Einsatz von Verfahren, die auf KI basieren, ist jedoch sehr anspruchsvoll. So ist mit der Inbetriebnahme solcher Systeme oftmals ein hoher zeitlicher Aufwand verbunden. Auch ist stets zu klären, ob und inwieweit der Mensch in den Erkennungs- und Abwehrprozess eingreifen kann bzw. soll.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt daher die anwendungsorientierte F&E von IT-Sicherheitstechnologien und -verfahren auf Basis KI zu fördern. Ziel ist es, die Forschung im Bereich der KI und der IT-Sicherheit stärker miteinander zu verbinden, um Deutschland als Standort innovativer IT-Sicherheitslösungen zu stärken. Zudem wird mit der Förderung beabsichtigt, die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im universitären und außeruniversitären Bereich zu intensivieren und besonders die Partizipation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an wissenschaftlichen Ergebnissen zu unterstützen. Endanwendern, wie Sicherheitsbehörden oder Unternehmen der betrieblichen Wirtschaft, kommt eine wichtige Rolle beim Transfer und der anwendungsorientierten Ausgestaltung der Forschungsergebnisse und ihrer zukünftigen Nutzung zu. Auf diese Weise soll die Förderung auch einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands im Bereich der IT-Sicherheit leisten.

2. Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung ist die Erforschung und Entwicklung neuer IT-Sicherheitslösungen basierend auf Verfahren der KI. Die Lösungen und Verfahren sollen so gestaltet werden, dass sie möglichst intuitiv benutzbar sind und in verschiedenen Anwendungskontexten Einsatz finden können.

a) KI-gestützte IT-Sicherheitslösungen bei begrenzten Ressourcen

Betriebe müssen ihre Informations-, Kommunikations- und Produktionssysteme bestmöglich vor Cyberangriffen sichern, um der Gefahr möglicher wirtschaftlicher Schäden und Reputationsverluste entgegenzutreten sowie um sicherheitsrelevante Zertifizierungsanforderungen zu erfüllen und gesetzliche Vorschriften einzuhalten. Dies stellt besonders KMU aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen für IT-Sicherheit häufig vor große Herausforderungen.

Ein wichtiger Bestandteil der Absicherung der IT-Infrastruktur ist die Analyse des Netzwerkverkehrs durch Systeme zur Angriffserkennung und -abwehr, sogenannter Intrusion-Detection- bzw. Intrusion-Prevention-Systeme. Jedoch fehlt es häufig an IT-Sicherheitsexpertise, die für die Konfiguration und den Einsatz solch komplexer Systeme notwendig ist. Der Erfolg lernbasierter Systeme hängt zudem in erheblichem Maße von der Menge und Qualität der zur Verfügung stehenden Trainingsdaten ab. Bei einzelnen Anwendern stehen diese häufig nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung und können zudem auch nicht von anderen Unternehmen bezogen werden. Gefördert werden deshalb Vorhaben zu folgenden Forschungsaspekten:

  • IT-Sicherheitslösungen mit einfach zu handhabenden KI-Komponenten, damit auch bei geringer Kenntnis der Verfahren seitens des Anwenders gute Erfolge beim Einsatz der Lösungen erzielt werden.
  • Selbstlernende Sicherheitssysteme, die auf Basis kleinerer Datenmengen, wie sie in der Praxis von KMU vorhanden sind, gute Angriffserkennungsraten liefern.
  • Lösungen, die unter Gewährleistung des Datenschutzes und ohne Preisgabe sicherheitsrelevanter Informationen eine unternehmensübergreifende Nutzung von Lern- und Trainingsdaten ermöglichen.

b) KI-gestützte IT-Sicherheitslösungen für Netzwerksicherheit

Viele Angriffe sind an den Kommunikationsknotenpunkten im Internet erkennbar, über die sowohl Steuerungs- und Kontrollbefehle des Angreifenden als auch Daten des Angegriffenen übertragen werden. Für eine aussagekräftige Analyse reicht jedoch oft die Betrachtung eines einzelnen Knotens nicht aus. Stattdessen ist eine koordinierte Untersuchung vieler verteilter Knoten erforderlich. Zugleich steigert die rasante Vernetzung durch das Internet der Dinge die Diversität der miteinander kommunizierenden Geräte. Beispiele sind industrielle Anlagen, vernetzte autonom fahrende Fahrzeuge oder intelligente persönliche Assistenten, die alle sehr unterschiedliche Kommunikationsprotokolle verwenden. Benötigt werden deshalb Verfahren der KI, die diese heterogenen Quellen auswerten können, um sich anbahnende Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen. Gegenstand der Förderung ist deshalb die F&E neuer innovativer IT-Sicherheitslösungen,

  • die in der Lage sind, aus heterogenen, verteilt vorliegenden Datenmengen, Aussagen zur Bedrohungslage abzuleiten,
  • die unter Berücksichtigung menschlicher Eingriffsmöglichkeiten (teil-)automatisierte Entscheidungen bezüglich notwendiger Verteidigungsmaßnahmen treffen,
  • die bevorstehenden Angriffe möglichst genau vorhersagen können.

c) Weiterentwicklung KI-gestützter IT-Sicherheitslösungen

Neben der Auswertung von Kommunikationsdaten gibt es weitere Möglichkeiten, Cyberangriffe zu erkennen und zu verhindern. Eine besteht in der Bewertung der Sicherheitsqualität von Soft- und Hardware mittels selbstlernender Systeme, beispielsweise durch intelligentes automatisiertes Testen. Verfahren des maschinellen Lernens sind jedoch im Allgemeinen nicht transparent hinsichtlich der tatsächlich gelernten Merkmale. Aufgrund dessen ist die Zuverlässigkeit und Qualität der beim Training erlernten Sicherheitsmodelle nur schwer einzuschätzen. Auch die Sicherstellung der Verfügbarkeit der teilweise sensiblen Daten zum Trainieren der Modelle ist mit großen Herausforderungen verbunden. Durch einen koordinierten Ansatz bei der Nutzung IT-sicherheitsrelevanter Trainingsdaten können dabei Synergieeffekte entstehen und genutzt werden. Auch wird an einigen Stellen bereits versucht, synthetische Daten zum Training der Systeme zu verwenden. Ziel der Förderung im Rahmen dieser Richtlinie ist unter anderem:

  • Die Entwicklung transparenter Sicherheitstechnologien unter Verwendung neuer KI-Verfahren. Diese sind anhand eines Demonstrators zu zeigen und zu evaluieren.
  • Eine verbesserte Erkennung von Angriffen auf lernsystembasierte IT-Sicherheitslösungen. Diese soll an praxisnahen Beispielen gezeigt und evaluiert werden.
  • Neue Ansätze zur Erzeugung synthetischer Trainingsdaten zur Verbesserung der Entscheidungsqualität selbstlernender IT-Sicherheitssysteme. Diese sind in der Anwendung zu demonstrieren und zu evaluieren.

Datenschutz, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, der Schutz der Privatsphäre und weitere rechtliche Bestimmungen sind – soweit relevant – zu berücksichtigen, insbesondere in Hinblick auf die Verwertbarkeit der Lösungen. Querschnittsthemen, wie Normung, Standardisierung und vorbereitende Arbeiten zur Zertifizierung, sollten, soweit erforderlich, in den Vorhaben berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Förderbekanntmachung werden vorzugsweise interdisziplinäre Verbünde, in begründeten Ausnahmefällen auch Einzelvorhaben gefördert. Verbünde sollen vorhandene Expertise im Bereich der KI und der IT-Sicherheit miteinander verbinden. Der Praxisbezug der Projekte und die Verwertbarkeit der Ergebnisse sind durch eine angemessene Beteiligung von Anwendern, wie beispielsweise Unternehmen, Sicherheitsbehörden oder Betreiber Kritischer Infrastrukturen, in der Verbundstruktur sicherzustellen. Die skizzierten Lösungen müssen deutlich über den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik hinausgehen. Die Machbarkeit der Lösungen ist vorzugsweise in einem Demonstrator nachzuweisen.

3. Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Verbände und Vereine sowie sonstige Organisationen mit F&E-Interesse sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung, Verbände und Vereine sowie sonstige Organisationen mit F&E-Interesse) in Deutschland verlangt. Die Beteiligung von Start-ups, KMU sowie mittelständischen Unternehmen wird ausdrücklich erwünscht und bei der Projektbegutachtung positiv berücksichtigt.

Die nationalen Vorgaben für mittelständische Unternehmen im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Größe von 1.000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro nicht überschreiten.

4. Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nichtrückzahlbarer Zuschuss gewährt. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen, die in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 50 % anteilfinanziert werden. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.