50% Zuschuss zur Entwicklung von Mikroelektronik Industrie 4.0

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Verbundforschungsprojekte zur Entwicklung neuer Elektroniksysteme, die signifikant zur Umsetzung des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 beitragen. Damit sollen unter anderem Voraussetzungen geschaffen werden, Künstliche Intelligenz (KI) in die Anwendung zu bringen und den Einsatz autonomer Systeme in der industriellen Produktion zu steigern.

Unternehmen des Maschinenbaus und der Industrieautomatisierung sowie deren Technologiezulieferer und Forschungspartner in Mikroelektronik und Sensorik tragen erheblich zur Wettbewerbsfähigkeit und damit zum Wohlstand Deutschlands bei. Umfassende Digitalisierung von Produktionsprozessen und Betriebsabläufen stehen unter der Perspektive Industrie 4.0 im Fokus industrieller Innovationen. Dabei kommt Aspekten der Automatisierung, der Virtualisierung, der prädiktiven Wartung, der Steigerung der Flexibilität und der autonomen Organisation von Produktionsanlagen, -systemen und -prozessen – unter Berücksichtigung der Echtzeitfähigkeit, Resilienz und funktionalen Sicherheit neuer Lösungen – eine wichtige Rolle zu. Weitere zentrale Felder von Forschung & Entwicklung sind die Bildung von unternehmensübergreifenden Produktionsnetzwerken vor dem Hintergrund des sicheren Umgangs mit Daten, Informationen und Eigentumsrechten sowie die zunehmende Interoperation zwischen Menschen und Maschinen.

Ausgangspunkt der Wandlungsprozesse ist der Einsatz modernster Mikroelektronik und Sensorik, wodurch die voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung technisch erst möglich werden. Es bedarf sowohl neuer als auch auf künftige Anforderungen hin entwickelter Elektroniksysteme. Sie bilden die Grundlage für eine neue Generation intelligenter und autonomer Produktionssysteme, indem sie beispielsweise Methoden des Maschinellen Lernens und der KI für industrielle Anwendungen nutzbar machen sowie eine sichere dezentrale Prognosefähigkeit und Kommunikation ermöglichen.

1.    Förderziel

Förderziel ist die Erforschung von elektronischen Komponenten und Systemen zur Realisierung einer intelligenten, flexiblen und vernetzten Produktion (Industrie 4.0). Zuwendungszweck ist die vorwettbewerbliche Zusammenarbeit in dem Förderziel dienenden Verbundforschungsprojekten von Wirtschaft und Wissenschaft. Die Förderung soll die Innovationskraft entlang der Wertschöpfungskette der Industrie am Standort Deutschland stärken.

Für Vorhaben im Sinne dieser Förderrichtlinie kommt der engen Zusammenarbeit von Unternehmen, vor allem auch KMU, Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie der nachhaltigen Stärkung der Wertschöpfungsketten von der Elektronik hin zu den Systemintegratoren eine besondere Bedeutung zu. Dabei wird den KMU eine wichtige Rolle beim Transfer von Forschungsergebnissen in wirtschaftliche Erfolge zugeschrieben. Die Berücksichtigung von Aspekten der akademischen Ausbildung im Rahmen der Forschungsprojekte wird begrüßt.

2.    Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind F&E-Aufwendungen im Rahmen industriegetriebener, vorwettbewerblicher Verbundvorhaben zum Thema „Mikroelektronik für Industrie 4.0“. Die Vorhaben müssen über Innovationen im Bereich der Elektroniksysteme mehrere der folgenden Zielstellungen verfolgen:

  • Steigerung der Effizienz, Flexibilität und Individualität in der Produktion und Logistik,
  • Steigerung der Autonomie von Produktionsanlagen,
  • prädiktive Wartung von Produktionsanlagen und verbesserte Überwachung von Industrieprozessen,
  • Steigerung der Energieeffizienz von Sensorsystemen bis hin zur Energieautarkie (Vereinfachung der Infrastruktur durch Wegfall von Verkabelung),
  • Vernetzen von Produktionsanlagen und -prozessen, auch über Unternehmensgrenzen hinaus,
  • durchgängige Digitalisierung der Produktion,
  • Verkürzung der Produktentwicklungszyklen,
  • Etablierung eines Produktlebenszyklus-Managements,
  • Ermöglichen einer sicheren und effizienten Kooperation zwischen Mensch und Maschine.

Um einen signifikanten Beitrag zur Realisierung von Industrie 4.0 zu leisten, sollen die geplanten F&E-Arbeiten zu Elektroniksystemen insbesondere in folgenden Bereichen den Stand der Technik deutlich übertreffen:

  • leistungsfähige und aufeinander abgestimmte Hardware- und Softwarekomponenten zur energieeffizienten Datenerfassung und -verarbeitung,
  • neue Hardware-Konzepte, Schaltungen und Systeme, die auf Methoden der KI bzw. des Maschinelles Lernens hin optimiert sind,
  • dezentrale Datenverarbeitung sowie Maßnahmen zur Datenreduktion und Datenvorverarbeitung für Echtzeit-Prozesssteuerung,
  • Sensordatenfusion,
  • Messverfahren und Sensorkonzepte,
  • Beschleunigung des Systementwurfs durch Einsatz und Entwicklung neuer EDA-Werkzeuge (Electronic Design Automation).

Bei allen Anwendungen kommt den Querschnittsthemen Echtzeitfähigkeit, Zuverlässigkeit, elektromagnetische Verträglichkeit, Robustheit, Resilienz, Vernetzungsfähigkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit für den Einsatz im industriellen Umfeld eine wichtige Bedeutung zu. Ebenso sollte die Anpassung an standardisierte und weit verbreitete industrielle digitale Kommunikationsprotokolle angestrebt und das Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0 berücksichtigt werden. Folgende weitere Querschnittsthemen sind bei der Planung der Vorhaben zu berücksichtigen:

  • hardwaregestützte Implementierung von Identifikations- und Sicherheitsfunktionalitäten,
  • neue Ansätze zu sogenannten Self-X-Eigenschaften wie Selbstdiagnose, -konfiguration, -optimierung, -reparatur, etc. und insbesondere deren Anforderungen an die Performance von Hardware.
  • Gefördert werden Verbundvorhaben, die sich an konkreten industriellen Anwendungen orientieren und sich durch ein hohes wissenschaftlich-technisches und wirtschaftliches Risiko sowie eine große Breitenwirksamkeit auszeichnen.

3.    Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Das BMBF ist bestrebt, den Anteil von KMU sowie Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der Forschungsförderung zu erhöhen. Hochschulen, Fachhochschulen und technische Hochschulen sind deshalb besonders aufgefordert, sich an den Verbundvorhaben zu beteiligen. Voraussetzung für die Förderung ist die Zusammenarbeit mehrerer unabhängiger Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Lösung von gemeinsam vereinbarten Forschungsaufgaben (Verbundvorhaben). Die Forschungsaufgaben und -ziele müssen den Stand der Technik deutlich übertreffen und durch ein hohes wissenschaftlich-technisches sowie wirtschaftliches Risiko gekennzeichnet sein. Die Vorhaben müssen die genannten Anforderungen an ihre wissenschaftlich-technische Zielsetzung erfüllen und sollen die Grundlage für weiterführende Innovationsprozesse legen. Die Förderung ist in der Regel auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt.

4.    Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung mit bis zu 50% bezuschusst gewährt.

50% Zuschuss zur Weiterentwicklung des Softwaresystems BaSys 4.0

1.    Förderziel

Die Wirtschaft steht an der Schwelle zur 4. industriellen Revolution. Eine wachsende Dynamik der Märkte, wachsende globale Konkurrenz, steigende Variantenzahlen und die zunehmende Nachfrage nach kundenindividuellen Produkten bis hin zur Losgröße Eins sind die derzeitigen und künftigen ökonomischen Herausforderungen. Damit sich Unternehmen erfolgreich behaupten bzw. positionieren können, sind die möglichst weitreichende Digitalisierung und Vernetzung der Prozesse nicht nur Voraussetzung für Flexibilität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit, sondern eröffnen zusätzlich Potenzial für neue Geschäftsmodelle auf der Basis softwarenaher Dienstleistungen oder Softwareservices. Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) gelten dabei als Schlüsseltechnologien für Industrie 4.0 und sind gleichermaßen Treiber für die Digitalisierung in Handel, Gewerbe oder Dienstleistungssektor.

Während die Digitalisierung von Geschäftsprozessen in Handel und Wirtschaft in den letzten Jahren bereits weitgehend umgesetzt wurde, konnten in der Vergangenheit bei der Digitalisierung von Produktionsprozessen meist nur Individuallösungen etabliert werden. Es fehlt oft die durchgängige Vernetzung von digitalisierten Geschäfts- und Produktionsprozessen. In der Folge fällt es vielen Unternehmen schwer, sich auf zunehmend variable Produktionsprozesse und heterogene Kommunikationssysteme einzustellen. Die bestehende Vielfalt einer zunehmenden Zahl von digitalisierten Maschinen- und Anlagenkomponenten hat eine Komplexität zur Folge, die unwirtschaftlich ist und die geforderte Flexibilität einschränkt. Damit fehlen entscheidende Voraussetzungen für eine durchgängige Vernetzung von digitalisierten Geschäfts- und Produktionsprozessen, was ein Innovationshemmnis darstellt. Durch innovative technologieoffene und interoperable IT-Lösungen besteht jedoch die Chance, ein hohes Wertschöpfungspotenzial zu realisieren.

Der aktuelle Stand der Technik bei der Nutzung von IKT für Industrie 4.0 zeigt den Bedarf nach einer Unterstützung von Produktionsprozessen durch deren umfassende, interoperable und adaptive Verknüpfung von eingebetteten IT-Systemen miteinander und mit Produktionssteuerungssystemen.

Um dies mit breiter Wirkung über Unternehmensgrenzen hinweg zu erreichen, werden in der Praxis standardisierte bzw. automatisierte und möglichst einfach in etablierte Standards überführbare Datenformate, Kommunikationsprotokolle, Daten-, Prozess- oder Architekturmodelle bzw. -beschreibungen etc. benötigt. Kern der meisten industrienahen IKT-Softwareprojekte ist daher die Harmonisierung von Schnittstellen, um die essenzielle Interoperabilität zwischen Maschinen, Geräten, Automatisierungs- und Softwarekomponenten herstellen zu können. Als Architektur für Industrie 4.0 hat sich RAMI 4.0 etabliert. All dies sind Herausforderungen für die durchgängige flexible Produktion als Kern der meisten Wertschöpfungsketten. Bei deren Realisierung sind vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) jedoch die Umsetzungshürden wegen des damit verbundenen Entwicklungsrisikos und Aufwandes besonders hoch.

Ziel dieser Bekanntmachung ist es, innovative Entwicklungen auf der Grundlage des technologieoffenen und auf RAMI 4.0 aufbauenden Basissystems 4.0 (BaSys 4.0) zu fördern, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch die Nutzung intelligenter Daten Mehrwert generieren, nutzbar machen und neue bisher nicht genutzte Potenziale erschließen. Dabei stehen die Entwicklung von generischen Methoden und technischen Lösungen zur Reduzierung von individuellen Lösungen bei der Vernetzung bzw. Kopplung von Produktionssystemen mit Softwaresystemen sowie bei der Daten- und Anwendungsintegration im Vordergrund. Die Förderung in dieser Maßnahme adressiert Projekte, die einerseits auf der konsequenten Anwendung des Standes der Technik von BaSys 4.0 grundsätzlich für die Industrie geeigneter IKT-Technologien, Anwendungen, Komponenten, Softwaresysteme und Standards basieren und andererseits auf der branchenspezifischen Weiterentwicklung der vorgenannten technischen Basis aufsetzen. Besonders für KMU hat dabei die Erschließung des Digitalisierungspotenzials in den KMU und deren softwaretechnisch standardkonforme Ausrichtung eine große Bedeutung, weil dies die Voraussetzung für IKT-basierende unternehmensübergreifende Wertschöpfungsketten ist. Damit wird der Ausbau des Technologie- und Wettbewerbsvorsprungs im Bereich Industrie 4.0 am Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland vorangetrieben.

2.     Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind anwendungsgetriebene industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die Konzepte und Technologien von BaSys 4.02verwenden, einen branchenspezifischen Beitrag zur Weiterentwicklung und Erweiterung von BaSys 4.0-Komponenten liefern und darüber hinaus einen Beitrag zur Ver­breitung der oben genannten Technologie in der industriellen Anwendung leisten.

BaSys 4.0 ist ein plattformunabhängiges modulares Softwaresystem, das dem Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0 (Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0), den Konzepten der Verwaltungsschale sowie Kommunikationsstandards wie z. B. OPC-UA (Open Platform Communications Unified Architecture) entspricht und folgende Komponenten enthält:

  • Applikationsumgebung mit beispielhaften typischen Industrie 4.0-Komponenten, die wiederum standardisierte Schnittstellen zu typischen Software-Diensten (Basis-Dienste) aufweisen
  • Typische Basis-Dienste (Middleware-, Echtzeit-, Status-Dienste, lokale Dienste)

Dabei werden als Weiterentwicklung oder Erweiterung die Schaffung von kompatiblen Industrie 4.0-Komponenten betrachtet, die bisher nicht innerhalb der BaSys 4.0-Referenzarchitektur bzw. den Demonstratoren des gleichnamigen Projektes umgesetzt und evaluiert wurden und daher zur Diversifizierung geeignet sind. Ausführungsformen können plattformunabhängige ergänzende Softwarekomponenten, -lösungen oder -dienste sein.

Innerhalb des zuvor genannten technischen Rahmens wird ein breites Themenspektrum adressiert: Gefördert werden die Entwicklung oder Erprobung der oben genannten Technologiebasis sowie deren Weiterentwicklung, die Entwicklung innovativer Systemansätze sowie die Entwicklung darauf basierender digitaler Dienstleistungen.

Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für Industrie 4.0 vorrangig mit folgenden Inhalten:

  • Unternehmensübergreifende Interoperabilität und Adaptivität
  • Integration von produktionsrelevanter Sensorik oder Steuerungen von Maschinen, Anlagen oder Robotik (inklusive Transportrobotik)
  • Nachrüstung älterer Bestandssysteme mit Sensorik/Cyber-Physical Systems und Anbindung an IT-Systeme
  • Ganzheitliche Datennutzung, Anwendungs-, Daten- und Systemintegration
  • Interoperable adaptive Prozessplanung, -optimierung und -steuerung in Verbindung mit typischer Business-Software (ERP, MES, PLM, Planungssysteme usw.)
  • Flexibles automatisiertes Matching/Transformation von Daten- und Prozessmodellen durch Adapter, Konnektoren, Bridges usw.
  • Verlässlichkeit von Industrie 4.0-Systemen (z. B. Softwarequalität und -sicherheit, Vertrauenswürdigkeit, Aktualisierbarkeit)
  • Schaffung intuitiver Mensch-Maschinen-Interaktions-Mechanismen zur Bedienung und insbesondere Konfiguration und Systemanpassung bei sich ändernden Auftrags- oder Produktionsbedingungen
  • Digitalisierung und Verknüpfung von Geschäfts- und Produktionsprozessen

Die Lösungen können in einem breiten Spektrum von Anwendungsfeldern und Branchen zur Anwendung kommen, etwa: Fahrzeugbau, Maschinenbau und Automatisierung, Montage und Fertigung – insbesondere Kleinserienfertigung, Produktions- und Transportlogistik, IKT-Wirtschaft sowie Softwareservices für digitale Dienstleistungen zu allen vorgenannten Anwendungsfeldern.

3.    Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Verbünde aus Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Einbindung von KMU sind ausdrücklich bei der Abtragstellung gewünscht. Darüber hinaus sind nach nationalen Vorgaben mittelständische Unternehmen antragsberechtigt, wenn sie einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Größe von 1 000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro nicht überschreiten.

Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben beziehungsweise Kosten bewilligt werden.

4.    Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung mit bis zu 50% bezuschusst gewährt. Die Förderung eines Vorhabens ist in der Regel auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt und ist die Fördersumme von 750 000 Euro nicht zu überschreiten. Der Förderanteil des/der KMU muss 50 % der gesamten Fördersumme in einem Verbundvorhaben betragen.

Zuschuss für Sanierung und Erneuerung von Erdwärmeheizungen

Das Land NRW bezuschusst im Rahmen der GEOTHERMIE-Förderung die Sanierung alter Anlagen und die Erneuerung von Erdwärmeheizungen.

Ab sofort können wieder Anträge im Rahmen der Förderung für Erdwärme gestellt werden. Mit dem Programm Markteinführung fördert die nordrhein-westfälische Landesregierung die breite Markteinführung umweltfreundlicher Energietechniken.

Zuschüsse werden für den Einbau erneuerbarer Heizsysteme, Wärmenetze, Energiespeicher und andere Maßnahmen bezahlt. Erdwärmeheizungen werden in Verbindung mit Sonden, Kollektoren und Brunnen gefördert:

1. Neubauförderung

  • Erdwärmesonden (bis 400 Meter Tiefe): 5 € pro Meter
  • Erdwärmekollektoren: 3,25 € pro Quadratmeter
  • Brunnenbohrungen (bis 400 Meter Tiefe): 1 € pro Liter (Pumpenleistung pro Stunde)

2. Bestand- / Altbauförderung

  • Erdwärmesonden (bis 400 Meter Tiefe): 10 € pro Meter
  • Erdwärmekollektoren: 6,5 € pro Quadratmeter
  • Brunnenbohrungen (bis 400 Meter Tiefe): 1 € pro Liter (Pumpenleistung pro Stunde)

Voraussetzungen für die Förderung ist die Auslegung der Anlage nach der VDI-Richtlinie 4640 und fachgerechte Montage durch einen Fachunternehmer, die Entsprechung mit den wasserwirtschaftlichen Anforderungen des Landes und die Erfüllung der Mindestkriterien für die Jahresarbeitszahl des bundesweiten Marktanreizprogramms (3,8 bei Wohngebäuden, 4,0 bei Nichtwohngebäuden).

Anträge können ab sofort gestellt werden. Das Programm richtet sich primär an private Eigentümerinnen und Eigentümer sowie kleine und mittelständische Unternehmen.

Regionalpartner im Netzwerk „Mittelstand Rhein Ruhr“

Das regionale Netzwerk www.mittelstand-rhein-ruhr.de wird betrieben von der emivo GmbH aus Schwerte. Das Netzwerk ist ein aktiver Business-Club für die Region Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Mönchengladbach und Wuppertal sowie Umgebung. Seit Januar 2019 ist Deilmann Business Consulting neuer Regionalpartner. Seine Schwerpunktthemen liegen in den Bereichen Finanzierungen, Fördermittel und Controlling.

In regelmäßigen Netzwerkabenden finden verschiedene Veranstaltungen durch die Partner zu nachfolgenden Themen statt.

  • Arbeitsrecht
  • Beteiligungskapital
  • Gesundheitsmanagement
  • Büro- und Arbeitswelten
  • Controlling, Kostenmanagement
  • Energiemanagement
  • Erbrecht, Nachfolge
  • Finanzierung, Fördermittel
  • Forderungsmanagement, Wirtschaftsinformationen
  • Fuhrparkmanagement
  • Führung, Coaching
  • Gewerblicher Rechtsschutz
  • Handels-/Gesellschaftsrecht
  • Immobilien
  • IT, Digitalisierung
  • IT-Recht und Datenschutz
  • Mergers & Acquisitions (M&A)
  • Rückschau
  • Online-Marketing
  • Organisation, Reorganisation
  • Personalmanagement
  • PR, Öffentlichkeitsarbeit
  • Steuerberatung
  • Steuerrecht
  • Strategie und Organisation
  • Verkehrsrecht
  • Geldanlage, Vermögensmanagement
  • Versicherungen
  • Versicherungsrecht
  • Vertrieb, Verkauf
  • Vorschau
  • Werbung, Kommunikation
  • Wirtschaftsprüfung

Kooperation mit omegaconsulting

Seit Januar 2019 kooperieren die mittelständischen Unternehmensberatungen Deilmann Business Consulting aus Essen und die omegaconsulting GmbH aus Landshut im Bereich der Unternehmensnachfolge und M&A. Beide Firmen sind langjährig in diesen Geschäftsfeldern erfolgreich aktiv. Die Kooperation mit den sich ergänzenden Fachbereichen wie Personalwesen, welche insbesondere omegaconsulting GmbH in die Kooperation einbringt und die weiteren Themen wie Finanzierungen, Öffentliche Fördermittel, Controlling sowie Restrukturierungen und Sanierungen, welche insbesondere Deilmann Business Consulting in die Partnerschaft einbringt, erweitern die Geschäftsfelder und bieten somit wechselseitige Synergien. Diese wiederum kommen den mittelständischen Unternehmen als Mandanten unmittelbar zugute.

omegaconsulting GmbH ist seit 20 Jahren kompetenter Berater für alle Themen rund um die Unternehmensnachfolge, M&A und Personal. Sie beraten leidenschaftlich und von Herzen gern, fundiert, zielgerichtet und vor allem persönlich – von der Planung bis zur Umsetzung und darüber hinaus. Aufgrund der langjährigen Erfahrungen in diesen Bereichen wissen sie genau, wovon sie sprechen, denn sie selbst und auch ihre Partner kommen aus der Praxis. omegaconsulting GmbH hat Unternehmen geführt, gekauft, verkauft und selber die Nachfolge gestellt. Die langjährige Erfahrung und die damit erworbenen Kenntnisse über die Bedürfnisse aller beteiligten Parteien ermöglichen es omegaconsulting GmbH, optimale Lösungen zu finden. Das Ziel lautet: Wir bringen zusammen, was zusammen passt.

Deilmann Business Consulting ist seit 2011 als Unternehmensberatung aus Essen, im Herzen des Ruhrgebiets, mit den Schwerpunktthemen der Fördermittelberatung, dem Aufbau und der Pflege von Controlling-Systemen, der Krisenmanagementberatung, d.h. der Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der Nachfolgeberatung im Mittelstand erfolgreich tätig. Als Unternehmensberater versteht sich Deilmann Business Consulting als Partner der mittelständischen Wirtschaft. Unser gemeinsames Ziel ist es: Unternehmen nachhaltig wirtschaftlich und technologisch wertvoller und zukunftsfähiger zu machen.

Weitere Informationen zu dem Unternehmen finden Sie unter https://www.omegaconsulting.de

Zukunft der Arbeit: Mittelstand – Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen | Förderung mit bis zu 50% Zuschuss

Mit der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen für den Forschungsschwerpunkt „Zukunft der Arbeit: Mittelstand – innovativ und sozial“ im Rahmen des F&E-Programms „Zukunft der Arbeit“ als Teil des Dachprogramms„Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das technische und soziale Innovationspotenzial mittelständischer Unternehmen zu stärken, indem neue Konzepte und Werkzeuge der Arbeitsgestaltung und -organisation erforscht, entwickelt und umgesetzt werden.

1. Zuwendungszweck

Die fortschreitende Digitalisierung prägt schon heute die Art, wie Produktions- und Dienstleistungen erbracht werden können. Wirtschaft und Gesellschaft stehen gemeinsam vor der Herausforderung, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um Qualität und Produktivität der Arbeitswelt zu steigern. Mit diesem Ziel müssen nachhaltige Digitalisierungskonzepte sowie Umsetzungsstrategien entwickelt werden, die neue Technologien, vorhandene Stärken und Strukturen sowie die Bedürfnisse der Menschen gleichermaßen berücksichtigen.

Dem Mittelstand kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Über 30 Mio. Menschen sind in rund 3,7 Mio. kleinen und mittelständischen Unternehmen beschäftigt und bilden einen Motor für Wachstum und Innovationen. Eine zukunftsfähige Arbeitswelt ist daher auf einen zukunftsfähigen Mittelstand angewiesen.

Die geförderten Projekte sollen dabei von konkreten betrieblichen Anwendungsfällen ausgehen und Fragestellungen zum digitalen Wandel der Arbeitswelt thematisieren, die eine Verwertbarkeit der Ergebnisse auch in anderen Unternehmen erwarten lassen. Die Vorhaben sollen konkrete Gestaltungsmöglichkeiten exemplarisch darstellen und erproben, die für die Arbeitswelt von morgen zum Standard werden können. Sie sollen dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen im betrieblichen Alltag zu verbessern, Arbeitsplätze in Deutschland langfristig zu sichern bzw. neue Arbeitsplätze zu generieren und einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu leisten.

Im Rahmen dieser Wettbewerbsausschreibung ist das BMBF bestrebt, verstärkt die deutschen Übergangsregionen zu fördern. Partner aus diesen Regionen sind deshalb besonders aufgefordert, sich an den Verbundprojekten zu beteiligen.

2. Gegenstand der Förderung

Die Förderrichtlinie ist eingebettet in das BMBF-Programm „Zukunft der Arbeit“. Das Programm hat das übergeordnete Ziel, gleichermaßen technologische und soziale Innovationen voranzubringen. Neue Arbeitsprozesse sollen gefördert und durch ein Miteinander der Sozialpartner vorangebracht werden. Die direkte Verwertbarkeit in Unternehmen und damit die Entfaltung einer gesellschaftlich relevanten Wirkung ist ein wesentliches Ziel. Der Kooperation mit kompetenten Umsetzungsträgern wird dabei große Bedeutung beigemessen.

Gefördert werden risikoreiche, unternehmensgetriebene und anwendungsorientierte Verbundprojekte, die ein arbeitsteiliges und interdisziplinäres Zusammenwirken von Unternehmen, Forschungspartnern und gegebenenfalls weiteren relevanten Akteuren erfordern. Die F&E-Themen müssen in einer vorwettbewerblichen Zusammenarbeit aufgegriffen werden, die auch entsprechende mittelständische Unternehmen einschließen soll. Zur Verwirklichung einer zukunftsweisenden, innovativen und sozialen Arbeitswelt sollen Inhalte entlang der neun Handlungsfelder des Programms „Zukunft der Arbeit“ bearbeitet werden:

  1. Soziale Innovationen durch neue Arbeitsprozesse ermöglichen
  2. Neue Arbeitsformen im Kontext von Globalisierung und Regionalisierung erforschen
  3. Arbeiten im Datennetz – digitale Arbeitswelt gestalten
  4. Kompetenzen im Arbeitsprozess entwickeln
  5. Neue Werte zwischen Produktion und Dienstleistung kreieren
  6. Mensch-Maschine-Interaktion für das neue digitale Miteinander
  7. Potenziale der Flexibilisierung für Beschäftigte und Unternehmen erschließen
  8. Gesundheit durch Prävention fördern
  9. Zukunft der Arbeit durch Nachhaltigkeit sichern – ökonomisch, ökologisch, sozial

3. Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind:

  1. kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und mittelständische Unternehmen,
  2. staatliche und nicht-staatliche Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen), außeruniversitäre Forschungseinrichtungen,
  3. Kammern und Verbände.

Im Rahmen dieser Wettbewerbsrunde sind Partner aus den deutschen Übergangsregionen besonders aufgefordert, sich an den Verbundprojekten zu beteiligen. Das BMBF ist zudem bestrebt, den Anteil der Fachhochschulen in der Forschungsförderung zu erhöhen.

KMU im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung sowohl maximal 1.000 Beschäftigte als auch einen Jahresumsatz von maximal 100 Mio. Euro aufweisen.

4. Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nichtrückzahlbarer Zuschuss gewährt. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen, die in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 50 % anteilfinanziert werden. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Künstliche Intelligenz für IT-Sicherheit  – F&E-Förderung mit bis zu 50% Zuschuss

Im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit „Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015 bis 2020“, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forschungsprojekte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) für IT-Sicherheit. Die fortschreitende Entwicklung im Bereich der KI birgt ein großes Potenzial zur Verbesserung der IT-Sicherheit. Deutschland besitzt sowohl bei der Forschung zu KI als auch zu IT-Sicherheit große Kompetenzen. Es gilt nun, die Zusammenarbeit dieser beiden Bereiche enger zu verzahnen um Innovationen zu befördern und gegenseitige Synergien zu nutzen.

1. Zuwendungszweck

Mit der fortschreitenden Digitalisierung bieten die immer komplexeren IT-Systeme eine Vielzahl von Angriffsflächen. Die Zahl der auf die Systeme durchgeführten Attacken ist riesig und die Angriffsmethoden verändern sich fortwährend. Erkennung und Abwehr dieser Angriffe stellen die Betreiber der Systeme vor immer größere Herausforderungen: Abwehrstrategien für komplexe Systemlandschafen sind oft sehr speziell und müssen auf sich schnell verändernde Angriffe angepasst werden. Außerdem besteht die Notwendigkeit, Angriffe in Echtzeit zu erkennen, um rechtzeitig auf sie zu reagieren. Der Einsatz maschineller Lernverfahren und Künstlicher Intelligenz (KI) kann dazu dienen, dass vernetzte IT-Systeme sich in Zukunft eigenständig auf neue Bedrohungen einstellen. Der Einsatz von Verfahren, die auf KI basieren, ist jedoch sehr anspruchsvoll. So ist mit der Inbetriebnahme solcher Systeme oftmals ein hoher zeitlicher Aufwand verbunden. Auch ist stets zu klären, ob und inwieweit der Mensch in den Erkennungs- und Abwehrprozess eingreifen kann bzw. soll.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt daher die anwendungsorientierte F&E von IT-Sicherheitstechnologien und -verfahren auf Basis KI zu fördern. Ziel ist es, die Forschung im Bereich der KI und der IT-Sicherheit stärker miteinander zu verbinden, um Deutschland als Standort innovativer IT-Sicherheitslösungen zu stärken. Zudem wird mit der Förderung beabsichtigt, die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im universitären und außeruniversitären Bereich zu intensivieren und besonders die Partizipation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an wissenschaftlichen Ergebnissen zu unterstützen. Endanwendern, wie Sicherheitsbehörden oder Unternehmen der betrieblichen Wirtschaft, kommt eine wichtige Rolle beim Transfer und der anwendungsorientierten Ausgestaltung der Forschungsergebnisse und ihrer zukünftigen Nutzung zu. Auf diese Weise soll die Förderung auch einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands im Bereich der IT-Sicherheit leisten.

2. Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung ist die Erforschung und Entwicklung neuer IT-Sicherheitslösungen basierend auf Verfahren der KI. Die Lösungen und Verfahren sollen so gestaltet werden, dass sie möglichst intuitiv benutzbar sind und in verschiedenen Anwendungskontexten Einsatz finden können.

a) KI-gestützte IT-Sicherheitslösungen bei begrenzten Ressourcen

Betriebe müssen ihre Informations-, Kommunikations- und Produktionssysteme bestmöglich vor Cyberangriffen sichern, um der Gefahr möglicher wirtschaftlicher Schäden und Reputationsverluste entgegenzutreten sowie um sicherheitsrelevante Zertifizierungsanforderungen zu erfüllen und gesetzliche Vorschriften einzuhalten. Dies stellt besonders KMU aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen für IT-Sicherheit häufig vor große Herausforderungen.

Ein wichtiger Bestandteil der Absicherung der IT-Infrastruktur ist die Analyse des Netzwerkverkehrs durch Systeme zur Angriffserkennung und -abwehr, sogenannter Intrusion-Detection- bzw. Intrusion-Prevention-Systeme. Jedoch fehlt es häufig an IT-Sicherheitsexpertise, die für die Konfiguration und den Einsatz solch komplexer Systeme notwendig ist. Der Erfolg lernbasierter Systeme hängt zudem in erheblichem Maße von der Menge und Qualität der zur Verfügung stehenden Trainingsdaten ab. Bei einzelnen Anwendern stehen diese häufig nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung und können zudem auch nicht von anderen Unternehmen bezogen werden. Gefördert werden deshalb Vorhaben zu folgenden Forschungsaspekten:

  • IT-Sicherheitslösungen mit einfach zu handhabenden KI-Komponenten, damit auch bei geringer Kenntnis der Verfahren seitens des Anwenders gute Erfolge beim Einsatz der Lösungen erzielt werden.
  • Selbstlernende Sicherheitssysteme, die auf Basis kleinerer Datenmengen, wie sie in der Praxis von KMU vorhanden sind, gute Angriffserkennungsraten liefern.
  • Lösungen, die unter Gewährleistung des Datenschutzes und ohne Preisgabe sicherheitsrelevanter Informationen eine unternehmensübergreifende Nutzung von Lern- und Trainingsdaten ermöglichen.

b) KI-gestützte IT-Sicherheitslösungen für Netzwerksicherheit

Viele Angriffe sind an den Kommunikationsknotenpunkten im Internet erkennbar, über die sowohl Steuerungs- und Kontrollbefehle des Angreifenden als auch Daten des Angegriffenen übertragen werden. Für eine aussagekräftige Analyse reicht jedoch oft die Betrachtung eines einzelnen Knotens nicht aus. Stattdessen ist eine koordinierte Untersuchung vieler verteilter Knoten erforderlich. Zugleich steigert die rasante Vernetzung durch das Internet der Dinge die Diversität der miteinander kommunizierenden Geräte. Beispiele sind industrielle Anlagen, vernetzte autonom fahrende Fahrzeuge oder intelligente persönliche Assistenten, die alle sehr unterschiedliche Kommunikationsprotokolle verwenden. Benötigt werden deshalb Verfahren der KI, die diese heterogenen Quellen auswerten können, um sich anbahnende Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen. Gegenstand der Förderung ist deshalb die F&E neuer innovativer IT-Sicherheitslösungen,

  • die in der Lage sind, aus heterogenen, verteilt vorliegenden Datenmengen, Aussagen zur Bedrohungslage abzuleiten,
  • die unter Berücksichtigung menschlicher Eingriffsmöglichkeiten (teil-)automatisierte Entscheidungen bezüglich notwendiger Verteidigungsmaßnahmen treffen,
  • die bevorstehenden Angriffe möglichst genau vorhersagen können.

c) Weiterentwicklung KI-gestützter IT-Sicherheitslösungen

Neben der Auswertung von Kommunikationsdaten gibt es weitere Möglichkeiten, Cyberangriffe zu erkennen und zu verhindern. Eine besteht in der Bewertung der Sicherheitsqualität von Soft- und Hardware mittels selbstlernender Systeme, beispielsweise durch intelligentes automatisiertes Testen. Verfahren des maschinellen Lernens sind jedoch im Allgemeinen nicht transparent hinsichtlich der tatsächlich gelernten Merkmale. Aufgrund dessen ist die Zuverlässigkeit und Qualität der beim Training erlernten Sicherheitsmodelle nur schwer einzuschätzen. Auch die Sicherstellung der Verfügbarkeit der teilweise sensiblen Daten zum Trainieren der Modelle ist mit großen Herausforderungen verbunden. Durch einen koordinierten Ansatz bei der Nutzung IT-sicherheitsrelevanter Trainingsdaten können dabei Synergieeffekte entstehen und genutzt werden. Auch wird an einigen Stellen bereits versucht, synthetische Daten zum Training der Systeme zu verwenden. Ziel der Förderung im Rahmen dieser Richtlinie ist unter anderem:

  • Die Entwicklung transparenter Sicherheitstechnologien unter Verwendung neuer KI-Verfahren. Diese sind anhand eines Demonstrators zu zeigen und zu evaluieren.
  • Eine verbesserte Erkennung von Angriffen auf lernsystembasierte IT-Sicherheitslösungen. Diese soll an praxisnahen Beispielen gezeigt und evaluiert werden.
  • Neue Ansätze zur Erzeugung synthetischer Trainingsdaten zur Verbesserung der Entscheidungsqualität selbstlernender IT-Sicherheitssysteme. Diese sind in der Anwendung zu demonstrieren und zu evaluieren.

Datenschutz, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, der Schutz der Privatsphäre und weitere rechtliche Bestimmungen sind – soweit relevant – zu berücksichtigen, insbesondere in Hinblick auf die Verwertbarkeit der Lösungen. Querschnittsthemen, wie Normung, Standardisierung und vorbereitende Arbeiten zur Zertifizierung, sollten, soweit erforderlich, in den Vorhaben berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Förderbekanntmachung werden vorzugsweise interdisziplinäre Verbünde, in begründeten Ausnahmefällen auch Einzelvorhaben gefördert. Verbünde sollen vorhandene Expertise im Bereich der KI und der IT-Sicherheit miteinander verbinden. Der Praxisbezug der Projekte und die Verwertbarkeit der Ergebnisse sind durch eine angemessene Beteiligung von Anwendern, wie beispielsweise Unternehmen, Sicherheitsbehörden oder Betreiber Kritischer Infrastrukturen, in der Verbundstruktur sicherzustellen. Die skizzierten Lösungen müssen deutlich über den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik hinausgehen. Die Machbarkeit der Lösungen ist vorzugsweise in einem Demonstrator nachzuweisen.

3. Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Verbände und Vereine sowie sonstige Organisationen mit F&E-Interesse sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung, Verbände und Vereine sowie sonstige Organisationen mit F&E-Interesse) in Deutschland verlangt. Die Beteiligung von Start-ups, KMU sowie mittelständischen Unternehmen wird ausdrücklich erwünscht und bei der Projektbegutachtung positiv berücksichtigt.

Die nationalen Vorgaben für mittelständische Unternehmen im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Größe von 1.000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro nicht überschreiten.

4. Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nichtrückzahlbarer Zuschuss gewährt. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen, die in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 50 % anteilfinanziert werden. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Elektronik und autonomes Fahren – F&E-Förderung mit bis zu 50% Zuschuss

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich der Spitzenforschung zu stärken sowie die Forschungsförderung im Rahmen des Förderprogramms „Mikroelektronik aus Deutschland – Innovationstreiber der Digitalisierung“ in den beiden Gebieten Elektronik und autonomes und vernetztes Fahren insbesondere für KMU attraktiver zu gestalten. Dazu hat das BMBF das Antrags- und Bewilligungsverfahren vereinfacht und beschleunigt und die Beratungsleistungen für KMU ausgebaut. Die Bekanntmachung adressiert innerhalb der beiden Gebiete Elektronik und autonomes und vernetztes Fahren ein breites Themenspektrum. KMU sind innerhalb dieser Bereiche vielfach erfolgreich – zum Beispiel in der Sensorik, der Aktorik, der Aufbau- und Verbindungstechnik, bei Komponenten und in der Systemintegration. Mit ihrem Beitrag haben sie entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland in den Elektronikanwenderbranchen wie der Industrieautomatisierung, der intelligenten Mobilität, der Medizintechnik und der Energietechnik wettbewerbsfähig ist. Wichtige Förderkriterien sind Exzellenz, Innovationsgrad und die Bedeutung des Beitrags zur Lösung aktueller gesellschaftlich relevanter Fragestellungen.

1. Zuwendungszweck

KMU bilden eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und sind heute in technologischen Wertschöpfungsketten vom Zulieferer bis zum Systemhersteller vertreten. Sie sind oft hochspezialisiert und interdisziplinär vernetzt, wichtige Partner in Innovations- und Wertschöpfungsketten und somit Treiber des technischen Fortschritts.

KMU besitzen günstige Voraussetzungen, um schnell auf technische Entwicklungen und Marktpotenziale zu reagieren und Forschungsergebnisse in neue Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen umzusetzen. Gleichzeitig können gerade KMU von einer Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen profitieren, indem sie Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen erhalten und diese über Technologietransfer in ihre eigenen Aktivitäten einbringen. In der Elektroindustrie werden heute typischerweise etwa 10 % des Umsatzes für Forschung und Entwicklung aufgebracht, in der Mikroelektronik liegt dieser Anteil noch höher. In der Automobilindustrie im Allgemeinen und im Bereich des autonomen und vernetzten Fahrens im Besonderen arbeiten viele KMU in engen Innovationspartnerschaften, die hohe Anforderungen an die Effizienz und Geschwindigkeit von Entwicklungsprozessen stellen.

Daher gilt es, besonders innovative KMU in F&E im Bereich der Elektronik zu stärken. Die Elektronik ist eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien für Innovationen und eine Grundlage der Digitalisierung unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Das autonome und vernetzte Fahren bietet die Chance, den Straßenverkehr noch sicherer, effizienter, intelligenter und nachhaltiger zu gestalten, und ist dabei gleichzeitig ein Wachstumsmarkt von hoher wirtschaftlicher Bedeutung.

Ziel dieser Maßnahme ist es, innovative KMU dabei zu unterstützen, Technologien, Produktlösungen, Prozesse und Dienstleistungen in ihrem Unternehmen deutlich über den Stand der Technik hinaus weiterzuentwickeln, Innovationsvorsprünge zu sichern und Marktchancen in den Bereichen Elektronik und autonomes und vernetztes Fahren zu nutzen.

Das BMBF unterstützt mit der Fördermaßnahme industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben zur Stärkung der Innovationsfähigkeit der KMU in Deutschland. Sie sollen insbesondere zu mehr Anstrengungen in der F&E angeregt und besser in die Lage versetzt werden, auf Veränderungen rasch zu reagieren und den erforderlichen Wandel aktiv mitzugestalten. Zuwendungen des BMBF sollen innovative Forschungsprojekte unterstützen, die ohne Förderung nicht durchgeführt werden könnten.

2. Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sind risikoreiche, industriegeführte Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben in den Themenfeldern Elektronik und autonomes und vernetztes Fahren, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Wesentliches Ziel der Förderung ist eine Stärkung der Marktposition der beteiligten KMU. Dies soll auch dadurch erreicht werden, dass der Transfer von Forschungsergebnissen aus dem vorwettbewerblichen Bereich in die praktische Anwendung beschleunigt wird. Es wird ein breites Themenspektrum adressiert. Förderung kann für jedes Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Schwerpunkt im Bereich der „Elektronik“ beantragt werden, das ein im Rahmenprogramm der Bundesregierung für Forschung und Innovation 2016 bis 2020 „Mikroelektronik aus Deutschland – Innovationstreiber der Digitalisierung“ genanntes Anwendungsfeld der (Mikro-)Elektronik adressiert. Hierzu zählen unter anderem der Maschinen- und Anlagenbau, die Automatisierungstechnik, die Elektroindustrie, die IKT-Wirtschaft, die Medizintechnik sowie die Automobilelektronik inklusive des autonomen und vernetzten Fahrens. Leistungsstarke Elektronik und Sensorik sind auch für diese neue Form der Mobilität die technologische Basis.

Sowohl im Bereich Elektronik als auch im Bereich des autonomen und vernetzten Fahrens sind folgende Vorhaben förderfähig:

Einzelvorhaben eines KMU sowie Verbundvorhaben zwischen einem oder mehreren KMU, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen. Das Vorhaben muss durch ein KMU initiiert und koordiniert werden. Ein signifikanter Anteil der Förderung soll den beteiligten KMU zugutekommen, ebenfalls der Nutzen und die Verwertung. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit im Verbund ist in der Projektskizze zu erläutern. Einzel- oder Verbundvorhaben ohne Beteiligung von KMU sind von der Förderung ausgeschlossen.

3. Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind KMU, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen. Mittelständische Unternehmen nach nationalen Vorgaben, wenn sie einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Größe von 1.000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro nicht überschreiten. Im Rahmen von Verbundprojekten sind auch Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen antragsberechtigt.

4. Zuwendungsvoraussetzungen

Gefördert werden industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die gekennzeichnet sind durch ein hohes wissenschaftlich-technisches sowie wirtschaftliches Risiko und den Stand der Technik deutlich übertreffen. Die Vorhaben sollen die Grundlage für weiterführende Innovationsprozesse bei KMU legen. Die angestrebten Ergebnisse sollen vorrangig KMU zugutekommen.

5. Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nichtrückzahlbarer Zuschuss gewährt. Bemessungsgrundlage für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Vorhaben von Forschungseinrichtungen, die in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten. In der Regel können diese – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben bis zu 50 % anteilfinanziert werden. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 % der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Die Förderdauer beträgt in der Regel bis zu drei Jahre.

KfW startet Venture Capital Programm für Start-ups

Seit dem 15. Oktober 2018 ist die gemeinsam von BMWi, BMF und KfW initiierte KfW Capital gestartet. Die Beteiligungsgesellschaft der KfW Bankengruppe stellt innovativen Technologie-Start-ups über sogenannte Venture Capital- und Venture Debt-Fonds Risiko- und Wagniskapital bereit, um deren Wachstum und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland zu fördern.

Gerade jungen, innovativen Start-Ups des Technologiesektors fehlt es in der Startphase oft an notwendigen finanziellen Kapazitäten, um ihr Wachstum aktiv voranzutreiben. Banken scheuen oft das Risiko bisher unbekannter Unternehmen, die sich erst am Markt beweisen und einen Namen machen müssen. Für die Zukunft der deutschen Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes sind junge Technologieunternehmen jedoch enorm wichtig. Da Deutschland im internationalen Vergleich verhältnismäßig rohstoffarm ist, lebt die Wirtschaft von innovativen Technologien ambitionierter Gründer.

Eine Chance für vielversprechende Unternehmen, ihre Kapitalbasis aufzustocken, stellen deshalb sogenannte Venture Capital- und Venture Debt-Fonds dar. Diese beteiligen sich mit Investments an innovativen Start-Ups und generieren ihre finanziellen Mittel über private Investoren, andere Fonds oder Unternehmen.

Erklärtes Ziel der Initiatoren ist es, durch die KfW Capital die Fondslandschaft und besonders den Venture Capital- und Venture Debt-Markt in Deutschland zu stärken und innovativen Gründern sowie Start-ups des Technologiesektors einen einfacheren Zugang zu Kapital zu ermöglichen.