Organisieren Sie Ihre Unternehmensnachfolge in 3 Schritten

Für die meisten Unternehmer ist die Übergabe des eigenen Unternehmens nicht nur eine gewaltige organisatorische Aufgabe, sondern auch ein sehr emotionaler Einschnitt. Wenn Sie sich mit der Frage befassen, wie Sie die Nachfolge oder die Übergabe Ihres eigenen Betriebes organisieren, müssen Sie an eine Vielzahl von Sachverhalten denken, mit denen Sie sich bislang eher selten beschäftigt haben. Sie sollten deshalb eine längere Bearbeitungszeit einplanen, als Faustregel gilt: Für eine erfolgreiche Unternehmensübergabe, die alle Aspekte einbezieht und das operative Geschäft nicht beeinträchtigt, sollten Sie 2-3 Jahre einplanen. Nachfolgender Praxisbeitrag zeigt, wie Sie vorgehen sollten und worauf Sie achten müssen.

Schritt 1:
Klarheit verschaffen und Zeithorizont bestimmen

Bevor Sie das Thema angehen, sollten Sie sich überlegen, welche Vorbereitungen Sie für eine systematische und geregelte Übergabe treffen müssen. Folgende Punkte sind dabei wichtig:

  • Überlegen Sie sich, wann Sie die Nachfolge oder Übergabe umsetzen wollen. Gehen Sie vom Jahresende aus, z. B. Ende 2025. Von da an rechnen Sie mindestens 2-3 Jahre zurück und beginnen mit den ersten Arbeiten, in diesem Fall also Anfang 2022.
  • Erstellen Sie sich einen groben Zeitplan mit Meilensteinen, den Sie mit der Zeit vervollständigen.
  • Treffen Sie die grundsätzliche Entscheidung, ob Sie einen internen (Familienmitglieder, Mitarbeiter) oder externen Nachfolger suchen wollen früh genug. Überlegen Sie auch, wann Sie die Entscheidung mit welchen Betroffenen (Familie, Mitarbeiter, Geschäftspartner) besprechen wollen. Sie sollten nicht zu lange warten, aber schon in der Lage sein, einen groben „Fahrplan“ zu präsentieren und grundlegende Fragen zu beantworten, z. B. wann Sie ausscheiden oder wie es weitergehen soll.
  • Klären Sie, ob und in welchem Umfang Familienmitglieder Ansprüche erheben können, z. B. Auszahlung von Pflichtanteilen. Denken Sie daran, dass unter Umständen erhebliche Emotionen im Spiel sein können. Überlegen Sie auch, ob Sie einen externen Moderator hinzuziehen wollen.
  • Entscheiden Sie sich, ob Sie die Firma verkaufen, verpachten oder vererben wollen.
  • Überlegen Sie sich, was Sie selbst nach dem Ausscheiden aus der Firma tun wollen, um nicht in ein Loch zu fallen.
  • Prüfen Sie, wer Sie in steuerlichen und rechtlichen Dingen beraten und unterstützen kann. Vor allem auf diesen beiden Gebieten gibt es – abhängig von Größe und Tätigkeitsfeld Ihres Unternehmens, aber auch von Ihren individuellen Absichten – zahlreiche Aspekte, die beachtet werden müssen und die hier nicht besprochen werden können.

Schritt 2:
Eigentliche Arbeitsinhalte und Arbeitsschritte festhalten

Halten Sie fest, welche Arbeiten Sie zu welchem Zeitpunkt mindestens durchführen müssen. Dazu können gehören:

  • Firma auf Stärken und Schwächen überprüfen (Due-Dilligence), um Verkaufsargumente zu finden und Schwachstellen noch beseitigen zu können.
  • Kostenrahmen überschlagen, z. B. für Gutachten, Bewertungen, Moderationen, Beratung, Notar, Unternehmenswertermittlung. Selbst bei kleinen Unternehmen kommen hier schnell 20.000 und mehr zusammen.
  • Steuerberater und Anwalt einbeziehen (spätestens zu Beginn der Umsetzung!)
  • Prüfen Sie, welche Dokumente (Verträge, Vollmachten, Berechtigungen etc.) geändert oder angepaßt werden müssen.
  • Ermitteln Sie den Unternehmenswert.
  • Kriterien für Nachfolgerauswahl bestimmen, z. B. berufliche und persönliche Fähigkeiten, Führungserfahrung, Zeugnisse, Referenzen, Sympathie.
  • Nachfolger suchen und auswählen.
  • Bei Familienmitgliedern: Welche potentiellen Streitpunkte gibt es? Wie lassen sich diese lösen? Wer muß eventuell ausgezahlt werden? Woher kommen die notwendigen Mittel?
  • Konzept zur Einarbeitung des Nachfolgers entwickeln, z. B. parallele Einarbeitung (Handlungsrahmen klären), Übergabe zum Stichtag, Übergabe mit anschließendem Beratervertrag für Sie etc.
  • Ausscheiden aus dem Betrieb vorbereiten
  • Unternehmen verkaufen/vererben
  • Aktivitäten als Meilensteine in den Zeitplan aufnehmen
  • Wer kann vor allem in der Startphase kostengünstig unterstützen (z. B. IHK)?

Schritt 3:
Umsetzungsphase gestalten

Sind alle Fragen geklärt, beginnen Sie mit der Umsetzung. Dabei können folgende Punkte wichtig sein:

  • Führen Sie eine Bestandsaufnahme der Stärken und Schwächen der Firma durch, z.B. eine Due-Dilligence-Prüfung. Dabei werden u. a. Finanzen, Mitarbeiter, Führung, Märkte, Produkte, Wettbewerb, Innovationen, wirtschaftliche Lage oder Prozesse geprüft. Dies können Sie z.B. mit Ihren Mitarbeitern vornehmen. Stellen Sie zu jedem Teilgebiet Fragen zur Qualität, z. B. bei Finanzen zum Jahresabschluß, zur Planung oder zum Investitionsbedarf. Die Prüfung kann mehrere Monate dauern. Erstellen Sie ein Dokument mit den wichtigsten Ergebnissen. Entwickeln Sie Maßnahmen, um erkannte Schwächen vor den Verhandlungen oder der Übergabe zu beseitigen.
  • Bestimmen Sie den Unternehmenswert. Es gibt verschiedene Verfahren, etwa Discounted-Cashflow-, Substanzwert- oder Ertragswert-Methode. Letztere ist in der Praxis weit verbreitet. Mit der Ertragswert-Methode ermitteln Sie den Unternehmenswert, indem Sie die Betriebsergebnisse für die kommenden 5-10 Jahre planen. Diese Werte zinsen Sie einem grundsätzlich frei zu wählenden Kalkulationszinsfuß ab, und Sie erhalten einen Richtwert als Basis für Ihre Verkaufspreisverhandlungen.
  • Beginnen Sie parallel zu diesen Arbeiten mit der Nachfolgersuche. Externe Kandidaten finden Sie auch über öffentliche Stellen. Zur Kandidatenauswahl sollten Sie ein Anforderungsprofil erstellen, das der potentielle Inhaber möglichst gut ausfüllen sollte.
  • Führen Sie mit jedem Kandidaten mindestens jeweils 3 Gespräche, um ihn und seine Vorstellungen genau kennenzulernen. Die wichtigsten Fragen dabei sind: Paßt er zu Ihrer Firma? Hat er das Zeug dazu, die Firma weiter zu entwickeln? Wird er sich mit Beschäftigten und Geschäftspartnern verstehen? Können Sie sich über den Kaufpreis einigen? Auch die Auswahl des Nachfolgers kann einige Monate dauern.
  • Steht der Nachfolger fest, müssen Sie gemeinsam entscheiden, wie Sie die Einführung gestalten und Mitarbeiter und Geschäftspartner informieren möchten.
  • Wichtig: Geben Sie zusammen ein Bekenntnis zum Bestehen der Firma ab, um die Mitarbeiter zu beruhigen und gegenüber den Geschäftspartnern ein klares Signal zu senden.
  • Entwickeln Sie gemeinsam ein detailliertes Konzept, wie die Unternehmensübergabe gestaltet wird: Wer soll bis bzw. ab wann welche Aufgaben übernehmen? Wie werden Unterschriftenbefugnis und Vollmachten geregelt? Wie können Sie den Nachfolger in der ersten Phase unterstützen, ohne sich operativ zu sehr einzumischen? Bis wann wollen Sie sich endgültig aus der Firma zurückziehen? Wie wollen Sie bei Differenzen eine Lösung finden, z. B. durch einen Moderator?

Artificial Intelligence, Machine Learning, Virtual Reality, Augmented Reality, Big Data, Blockchain, RFID

Artificial Intelligence, Machine Learning, Virtual Reality, Augmented Reality, Big Data, Blockchain, RFID. Wer sich mit neuen Technologien im 21. Jahrhundert beschäftigt, wird auf diese Begriffe gestoßen sein. Die neuen Technologien werden in Form von Technologie-Infrastruktur und in Form innovativer Lösungen zunehmend in allen Branchen eingesetzt, um Geschäftsprozesse effizienter und nutzen bringender zu gestalten, um Kunden einen größeren Mehrwert zu schaffen und um die Kommunikation und Interaktion zwischen Kunden und Partnern zu bereichern. Sie bieten außerdem Möglichkeiten, gänzlich neue Geschäftsfelder zu erschließen oder das bestehende Geschäft zu erweitern.

Die Umsetzung der neuen Technologien bedeutet für KMUs am Markt: Die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Umstellung des Geschäftsmodells durch Machine Learning oder die Integration von Spracherkennung im Verkaufsprozeß kann damit direkt ein Wettbewerbsvorteil gegenüber er Konkurrenz bedeuten.

Der Mittelstand als Rückgrat der Deutschen Wirtschaft ist schon auf einem guten Weg: Laut BMWI sind rund 60 % der Unternehmen mit ihren Geschäftskunden digital vernetzt, jedes dritte Unternehmen nutzt demnach „Smart Services“, jedes fünfte „Big Data“. Um als KMU mit den neuen Technologien und der Digitalisierung mithalten zu können und aktuellen Ansprüchen gerecht zu werden heißt es aber weiterhin: Innovativ bleiben!

Hieraus ergeben sich folgende Fragen:

  • Wie kann der digitale Wandel strategisch genutzt werden?
  • Wie funktioniert Industrie 4.0. und was bedeutet sie hinsichtlich Qualifikation von Mitarbeitern und Umstellung interner Geschäftsprozesse?
  • Wie können Maschinen, Dienstleister, Produkte und Kunden miteinander vernetzt werden und wie kann die Kommunikation und Interaktion nutzerfreundlich erfolgen?
  • Wie könnte eine Kooperation mit einem Start-Up dabei helfen?

Wir unterstützen den Mittelstand tatkräftig dabei, Antworten auf solche Fragen zu finden und Fördermöglichkeiten bei Ihrer Anpassung an den digitalen Wandel zu finden. Rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne!

Steuerrückzahlungen in Millionenhöhe für Unternehmen

Nur zu wenige Firmen nehmen diese Gelder in Anspruch! In jeder Wirtschaftsförderperiode stehen viele Millionen Euro für Unternehmen bereit und werden oft nicht vollständig abgerufen.

Warum ist das so? Wir sind der Meinung, dass hier ein großes Informationsdefizit besteht.

Jedes Unternehmen sollte vor jeder Investition, egal ob es sich um Betriebserweiterungen, Einstellung von neuen Mitarbeitern oder um neue Produktionslinien etc. handelt, grundsätzlich die Frage stellen: „bekommt mein Unternehmen Wirtschaftsförderung?“. Und hier handelt es sich explizit NICHT um eine Förderung für „bedürftige“ Firmen. Denn in der Regel bekommen nur wirtschaftlich gesunde Unternehmen einen Zuschuss für ihr Projekt.

Wenn man bei einigen Programmen von einem NICHT rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 35% spricht, dann sind das mit Sicherheit keine betriebswirtschaftlich zu vernachlässigen Summen!

Wenn das Unternehmen nun durch einen externen Dienstleister von der oft mit Fördergeldern einhergehenden Bürokratie bei der Antragstellung und Nachbearbeitung entlastet wird, dann spricht in der Tat nichts mehr gegen die Inanspruchnahme von „geschenktem“ Geld. Es kann so einfach sein, wir helfen Ihnen die richtigen Fördermittel zu erhalten.

Was sind staatliche Beihilfen?

Das Einmaleins der Förderwelt

Die wichtigsten Förderarten im Überblick

Nicht ohne Grund wird die europäische Förderlandschaft des Öfteren als Labyrinth bezeichnet: Immerhin erweist sich der Weg zu den begehrten Fördermitteln ohne fachkundigen Lotsen häufig als unübersichtlich, verworren und kompliziert. Wer nicht in einer Sackgasse landen möchte, sollte sich gut vorbereiten und genau definieren, welches Ziel angestrebt wird. Fördermittel sind nämlich nicht gleich Fördermittel. Antragstellende Unternehmer müssen sich deshalb zu Beginn des Prozesses fragen: Welche Förderarten gibt es und welche sind für mein Investitionsvorhaben am besten geeignet? Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Förderarten für kleine und mittelständische Unternehmen.

  1. Zuschüsse

Bei Zuschüssen handelt es sich für gewöhnlich um finanzielle Fördermittel, die investierenden Unternehmen als Finanzierungshilfe dienen. Der Transfer von Barmitteln, Gütern oder Dienstleistungen ist aber ebenfalls möglich.

Da Zuschüsse – im Gegensatz zu anderen Förderarten – in der Regel nicht zurückgezahlt werden müssen, ist diese Möglichkeit der Förderung bei antragstellenden Unternehmen besonders begehrt.

  1. Förderfinanzierungen

Für investierende Betriebe können auch Förderfinanzierungen interessant sein. Das sind Kredite, die zwar rückzahlbar sind, bei denen die Konditionen aber besser und die Zinsen deutlich niedriger sind als bei den Angeboten der Hausbanken. Dieser Umstand lässt sich insbesondere durch subventionierte Zinssätze und Tilgungszuschüsse erklären.

Förderfinanzierungen bieten aber noch weitere Vorteile wie Tilgungsaussetzungen oder Haftungsfreistellungen. Unter Umständen können geförderte Unternehmen am Ende der Förderperiode darüber hinaus noch einen Tilgungszuschuss ergattern. Ob Letzteres möglich ist, hängt von der jeweiligen Investitionsart ab.

  1. Bürgschaften und Garantien

Es mag den einen oder anderen Unternehmer überraschen, aber auch Absicherungen wie Bürgschaften und Garantien sind Formen der Förderung. In diesen Fällen fließt zwar kein Geld an den Fördernehmer, doch beide Förderinstrumente stellen wichtige Ersatzsicherheiten dar: Bürgschaften und Garantien sorgen schließlich dafür, dass Hausbanken Finanzierungen für betriebliche Investitionen bewilligen, für die eigentlich keine ausreichenden Sicherheiten vorhanden sind. Fördergeber können dabei Bürgschaftsbanken oder der Staat sein.

  1. Öffentliche Beteiligungen

Von einer öffentlichen Beteiligung wird gesprochen, wenn Beteiligungsgesellschaften dem investierenden Unternehmen Eigenkapital in Form einer stillen Beteiligung zur Verfügung stellen. Da sich die Kapitalbasis durch einen „Ankergesellschafter“ wesentlich verbessert, reduzieren sich die Risiken für die Hausbanken. In der Folge sind Finanzierungen einfacher umsetzbar.

Fördernehmer müssen jedoch bedenken, dass für das bereitgestellte Kapital Zinsen fällig werden. Diese betragen in der Regel zwischen acht und zwölf Prozent.

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