KMU inno­va­tiv

Axel Deil­mann
Unter­neh­mens­be­ra­ter

Die För­der­initia­tive „KMU-inno­­va­­tiv“ist ein zen­tra­ler Bestand­teil des Kon­zepts „Vor­fahrt für den Mit­tel­stand“. Mit die­sem För­der­pro­gramm, wel­ches in die „Neue Hig­h­­tech-Stra­­te­­gie – Inno­va­tio­nen für Deutsch­land“ der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­bet­te­tet ist, unter­stützt das BMBF neue Ideen, neue Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten sowie neue Geschäfts­mo­delle und setzt sich für eine weite Ver­brei­tung und Nut­zung von For­schungs­er­geb­nis­sen und Modell­lö­sun­gen unter den KMU ein.

  1. Zuwen­dungs­zweck

Das BMBF unter­stützt mit der För­der­maß­nahme „KMU-inno­­va­­tiv: Ein­stiegs­mo­dul“ Pro­jekte im Vor­feld von indus­tri­el­len For­­schungs- und expe­ri­men­tel­len Ent­wick­lungs­vor­ha­ben zur Stär­kung der Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit von KMU. Um neue Ideen und For­schungs­an­sätze zu ech­ten Inno­va­tio­nen in Form markt­fä­hi­ger Pro­dukte, Ver­fah­ren und Dienst­leis­tun­gen ent­wi­ckeln zu kön­nen, müs­sen KMU diese zunächst bewer­ten, Lösungs­an­sätze auf ihre Mach­bar­keit hin über­prü­fen und die FuE-Bedarfe sowie Koope­ra­ti­ons­part­ner iden­ti­fi­zie­ren. Hier­auf kön­nen dann erfolg­ver­spre­chende indus­tri­elle For­­schungs- und expe­ri­men­telle Ent­wick­lungs­vor­ha­ben auf­bauen. Zur Ver­bes­se­rung der Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit von KMU sol­len im Ein­zel­nen fol­gende Ziele erreicht wer­den:

  • Stär­kung des Ideen­s­cou­tings und des Ideen­ma­nage­ments in der frü­hen Inno­va­ti­ons­phase in KMU,
  • Ver­bes­se­rung der Umset­zung von Ideen in FuE-Pro­­­jekte,
  • Erschlie­ßen der rich­ti­gen Part­ner und ihre sinn­volle Ein­bin­dung in die Pro­jekte,
  • Abbau von Hür­den und Stär­kung der Moti­va­tion für anspruchs­volle, risi­ko­rei­che FuE-Vor­­ha­­ben, ins­be­son­dere bei weni­ger för­­der- und for­schungs­er­fah­re­nen KMU,
  • Ver­bes­se­rung des Zugangs von KMU zu den For­schungs­för­der­pro­gram­men des BMBF, ins­be­son­dere zur För­der­initia­tive KMU-inno­­va­­tiv.

Die Ergeb­nisse sol­len genutzt wer­den, um kon­krete FuE-Pro­­­jekte in KMU, in der Regel im Ver­bund mit wei­te­ren Part­nern aus Wirt­schaft und Wis­sen­schaft, auf­zu­stel­len und zu rea­li­sie­ren. Die Ergeb­nisse der För­de­rung sind in Deutsch­land oder wei­te­ren Mit­glied­staa­ten des EWR und der Schweiz zu ver­wer­ten.

  1. Gegen­stand der För­de­rung

Gegen­stand der För­de­rung sind Ein­zel­vor­ha­ben, um

  • neue Produkt‑, Ver­­­fah­­rens- und Dienst­leis­tungs­ideen aus­zu­ar­bei­ten und zu bewer­ten,
  • die Durch­führ­bar­keit und Umsetz­bar­keit von neuen Produkt‑, Ver­­­fah­­rens- und Dienst­leis­tungs­ideen zu unter­su­chen,
  • den Stand von Wis­sen­schaft, For­schung und Tech­nik sowie die Schutz­rechts­si­tua­tion im ange­streb­ten The­men­feld zu ana­ly­sie­ren,
  • Koope­ra­ti­ons­part­ner zu ermit­teln und zu gewin­nen,
  • not­wen­dige FuE-Arbei­­ten für die ange­streb­ten inno­va­ti­ven Pro­dukte, Ver­fah­ren oder Dienst­leis­tun­gen (Lösungs­ideen) und der erfor­der­li­chen wis­­sen­­schaf­t­­lich-tech­­ni­­schen Exper­tise zu iden­ti­fi­zie­ren.
  1. Zuwen­dungs­emp­fän­ger

Antrags­be­rech­tigt sind KMUs im Sinne der Defi­ni­tion der Euro­päi­schen Kom­mis­sion und die zum Zeit­punkt der Aus­zah­lung einer gewähr­ten Zuwen­dung eine Betriebs­stätte oder eine Nie­der­las­sung in Deutsch­land haben. För­der­fä­hige Inves­ti­tio­nen kön­nen in den nach­fol­gen­den FuE-Berei­chen bean­tragt wer­den:

  • Bio­tech­no­lo­gie – Bio­Ch­ance, Elek­tronik­sys­teme
  • Elek­tro­mo­bi­li­tät
  • For­schung für die zivile Sicher­heit
  • IKT /​​ Daten­wis­sen­schaft, Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie, Indus­trie 4.0 und IKT /​​ Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­teme und IT-Sicher­heit
  • Mensch-Tech­­nik-Inter­ak­­tion
  • Mate­ri­al­for­schung /​​ Mate­ria­lien für Gesund­heit und Lebens­qua­li­tät, Mate­ria­lien für ein zukunfts­fä­hi­ges Bau­we­sen und Infra­struk­tur, Mate­ria­lien für Infor­ma­tion und Kom­mu­ni­ka­tion, Mate­ria­lien für die Ener­gie­tech­nik
  • Nach­hal­ti­ger Umgang mit Roh­stof­fen und Mate­ria­lien und Mate­ria­lien für Mobi­li­tät und Trans­port, Medi­zin­tech­nik, Pho­to­nik und Pro­duk­ti­ons­for­schung
  • Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz und Kli­ma­schutz, Roh­stoff­ef­fi­zi­enz, Ener­gie­ef­fi­zi­enz für Nach­hal­ti­ges Was­­ser- und Flä­chen­ma­nage­ment
  1. Art und Umfang, Höhe der Zuwen­dung

Zuwen­dun­gen kön­nen im Wege der Pro­jekt­för­de­rung als nicht rück­zahl­bare Zuschüsse gewährt wer­den. Bemes­sungs­grund­lage für Zuwen­dun­gen an KMU sind die zuwen­dungs­fä­hi­gen pro­jekt­be­zo­ge­nen Kos­ten, die als Son­der­re­ge­lung in die­ser Richt­li­nie indi­vi­du­ell bis zu 100 % (De-mini­­mis) mit maxi­mal 50 000 Euro (Höchst­be­trag) über einen Zeit­raum von bis zu sechs Mona­ten geför­dert wer­den kön­nen.

För­der­fä­hig sind pro­jekt­be­zo­gene Per­so­nal­kos­ten mit einem Zuschlag für übrige Kos­ten (z. B. Ver­brauchs­ma­te­ria­lien, Rei­se­kos­ten, Gemein­kos­ten) in Höhe von 120 % der för­der­fä­hi­gen Per­so­nal­kos­ten sowie Unter­auf­träge in Höhe von maxi­mal 20 000 Euro, aber nicht mehr als die ver­an­schlag­ten eige­nen Per­so­nal­kos­ten plus Zuschlag, für Ana­ly­sen und Bera­tung durch Dritte. Die Unter­auf­trag­neh­mer sind nach wett­be­werb­li­chen Gesichts­punk­ten zu wirt­schaft­li­chen Bedin­gun­gen aus­zu­wäh­len und im Antrag zu benen­nen.

4.1.           Ein­stu­fi­ges Ver­fah­ren

Es wird für KMUs ein ein­stu­fi­ges, ver­ein­fach­tes Ver­fah­ren ange­wen­det. Bewer­tungs­stich­tage für Anträge sind der 15. Januar 2018, der 15. Juli 2018 und der 15. Januar 2019. Die ein­ge­reich­ten Anträge wer­den nach fol­gen­den Kri­te­rien bewer­tet und geprüft:

  • fach­li­cher Bezug zur För­der­initia­tive KMU-inno­­va­­tiv und den jewei­li­gen Tech­no­lo­gie­fel­dern und Neu­heit der Lösungs­idee,
  • gesell­schaft­li­cher Bedarf und wirt­schaft­li­che Rele­vanz der Lösungs­idee sowie ange­strebte Inno­va­ti­ons­höhe,
  • Schlüs­sig­keit der vor­ge­se­he­nen Arbei­ten im Hin­blick auf die Lösungs­idee und die Rea­li­sie­rungs­be­din­gun­gen im Unter­neh­men,
  • Bei­trag des Pro­jekts zu zukünf­ti­gen Forschungs‑, Ent­­­wick­­lungs- und Inno­va­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens und einer eige­nen Ver­wer­tung.

Deil­mann Busi­ness Con­sul­ting ist lang­jäh­rig auf die För­der­mit­tel­be­ra­tung von KMU spe­zia­li­siert. Wir haben bereits zahl­rei­che Pro­jekte mit Finan­zie­rungs­för­de­run­gen und Zuschüs­sen erfolg­reich beglei­tet. Durch unsere bun­des­weit sehr gute Ver­net­zung mit den För­der­insti­tu­tio­nen und unsere Erfah­rung in den Bean­tra­gungs­pro­zes­sen zeich­nen wir uns durch eine pro­fes­sio­nelle Ana­lyse, eine aus­ge­feilte Kon­zep­tion und eine erfolg­rei­che Antrag­stel­lung in der För­der­be­ra­tung aus.

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