Die Steigerung der Energieeffizienz ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe

Die Steigerung der Energieeffizienz ist eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe
 
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat zum 12.05.2016 eine breit angelegte Offensive zur Steigerung der Energieeffizienz gestartet. Dies ist ein weiterer Schritt, um den ehrgeizigen Klimaschutzzielen Deutschlands und den Beschlüssen von Paris aus dem Jahr 2015 Rechnung zu tragen. Drei Kernelemente sind hierbei von zentraler Bedeutung:Förderung, Beratung und Information. Die Offensive beinhaltet den Start neuer Förderprogramme und ist mit einer breiten Öffentlichkeitskampagne verbunden.
 
Der Bundeswirtschaftsminister Gabriel sagt: „Die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht verbraucht wird. Dieses Prinzip muß zu einem Bewußtseinswandel in unserer Gesellschaft führen. Energieeffizienz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur dann gelingen kann, wenn Politik auf allen Entscheidungsebenen, Unternehmen, aber auch jeder Einzelne hierzu beitragen. Energieeffizienz spart bares Geld und ist zugleich kluge Wirtschaftspolitik. Mit Investitionen in Energieeffizienztechnologien modernisieren wir unser Land, stärken unsere Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, machen uns unabhängiger von Rohstoffimporten und ihrem Preisniveau und sichern durch nachhaltige Arbeitsplätze die Zukunft unserer Beschäftigten.“
 
Eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz ist Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Denn der Ausbau der erneuerbaren Energien allein wird nicht reichen, um die mit dem Energiekonzept gesetzten Klimaschutzziele zu erfüllen. Hierfür ist auch eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs erforderlich. Das Ziel: Möglichst wenig Energie verbrauchen und den verbleibenden Bedarf mit erneuerbaren Energien decken. Konkret geht es darum, den Energieverbrauch bis 2050 zu halbieren, was rein rechnerisch dem heutigen Energieverbrauch der Benelux-Staaten und Österreichs zusammen entspricht. Auf diesem Weg haben wir bereits einiges erreicht. So zählt Deutschland zu den Ländern mit der höchsten Energieproduktivität in Europa. Der Primärenergieverbrauch konnte in den letzten Jahren spürbar gesenkt werden, im Zeitraum 2008 bis 2014 um 8,3% (das entspricht etwa dem jährlichen Energieverbrauch Portugals).
 
Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch sind entkoppelt
 
Da weitere Schritte erforderlich sind, startet das BMWi eine breit angelegte Offensive und stellt hierfür von 2016 bis 2020 über 17 Mrd. Euro für die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen zur Verfügung. Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz vom Dezember 2014 und den Beschlüssen zur weiteren Umsetzung der Energiewende vom 1. Juli 2015 hat die Bundesregierung die strategische Ausrichtung der Energieeffizienzpolitik definiert. Ziel ist es die Energieeffizienz im Gebäudebereich voranzubringen und hier einen Förderschwerpunk zu setzen, die Energieeffizienz als Rendite und Geschäftsmodell zu etablieren und die Eigenverantwortlichkeit für Energieeffizienz zu erhöhen. Um diese drei Zielsetzungen voranzubringen starten als Teil der Effizienzoffensive vier neue Programme:
 
1.)    Das Förderprogramm zur Abwärmevermeidung und Abwärmenutzung (Start: 1. Mai 2016);
2.)    Das Programm zur Förderung hocheffizienter Querschnittstechnologien (Start: 10. Mai 2016);
3.)    Step up! – Die wettbewerbliche Ausschreibung für Stromeffizienzmaßnahmen (Start im Juni 2016);
4.)    Das Pilotprogramm Einsparzähler (Start: Mai 2016).
 
Bei der Abwärmenutzung geht es um die Förderung von Investitionen in die Abwärmevermeidung und -nutzung in Unternehmen. Ähnliches gilt für die Förderung von Querschnittstechnologien. Auch hier werden Investitionskostenzuschüsse für ausgewählten Technologien gewährt, u.a. für effiziente industrielle Pumpen. Daswettbewerbliche Ausschreibungsmodell für Stromeffizienzmaßnahmen fördert gezielt die Investitionen, die mit den geringsten Förderkosten die höchsten Stromeinsparungen bringen. Mit dem „Pilotprogramm Einsparzähler“ werden neuartige Energiedienstleistungen und Geschäftsmodelle auf Basis digitaler Messgeräte gefördert.
 
Daneben ist ein Bewußtseinswandel bei allen Verbrauchergruppen erforderlich. Daher startet heute als weiterer Baustein der Energieeffizienzoffensive die Informationskampagne „Deutschland macht’s effizient“. Die Kampagne richtet sich gleichermaßen an private Verbraucher, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Alle Verbrauchergruppen sollen motiviert werden, Wärme und Strom möglichst sparsam einzusetzen. Energieeffizienz lohnt sich, und zwar für jeden von uns. Gleichzeitig heißt das nicht Verzicht, sondern mehr Komfort und modernste Technologien.
Die Kampagne bindet diejenigen Multiplikatoren ein, die in direktem Kontakt zu Verbrauchern, Unternehmen und Kommunen stehen – die Länder, die Wirtschafts- und Kommunalverbände, die Handwerksverbände und die Gewerkschaften.
 
Deilmann Business Consulting ist langjährig auf die Fördermittelberatung von KMU spezialisiert. Wir haben bereits zahlreiche Projekte mit Finanzierungsförderungen und Zuschüssen erfolgreich begleitet. Durch unsere bundesweit sehr gute Vernetzung mit den Förderinstitutionen und unsere Erfahrung in den Beantragungsprozessen zeichnen wir uns durch eine professionelle Analyse, eine ausgefeilte Konzeption und eine erfolgreiche Antragstellung in der Förderberatung aus.